Made in Berlin zurück im Berliner Wintergarten

Am Donnerstag, dem 9. August, lud der Berliner Wintergarten zur offiziellen Premiere der Show „Made in Berlin“. Zur Neuauflage der Show, die in anderer Version bereits im Herbst 2010  im Wintergarten gastierte, waren auch diesmal zahlreiche prominente Gäste anwesend.

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Unter den Premierengästen waren diesmal u.a. der Sänger und Gitarrist der Ostrock-Band Die Puhdys, Dieter Quaster Hertrampf, die Sängerin Francisca Urio, die Zwillinge Nina und Julia Meise, Musiker Andrej Hermlin samt seiner Frau Joyce, Kabarettist Florian Schroeder sowie Jazz- und Swinglegende Rolf Kühn samt seiner Gattin Melanie.

Made in Berlin – „der ganz normale Wahnsinn“
Der Abengruß vom lieben Sandmann eröffnet eine Show, welche die unterschiedlichsten Facetten der Stadt Berlin zeigt. Eine buntgemischte Gruppe tanzt sich im Sound von Peter Fox‘ „Schwarz zu Blau“ und gibt den Blick frei auf Katharina Lebedew. Die kasachische Akrobatin zeigt „so quiet in Berlin“ beeindruckende Figuren auf einem riesigen Bett.

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Nach einem kleinen musikalischen Exkurs in die Kinderwelt der DDR erblickt der Zuschauer eine fragwürdige Vorrichtung aus Plexiglas. Ein zunächst als Müllmann verkleideter Mann entpuppt sich kurze Zeit später als perfekter Bediener dieser eigenartigen Konstruktion und vollführt mit ihr Jongleurskunst der etwas anderen Art. Der aus Äthopien stammende Ausnahmejongleur Grima Tsehai beherrscht auf seine ganz eigene Weise das Ballgewusel mit effektvoller Schwarzlichtunterstützung.

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Die Darbietung von David Pereira stellt einen Kontrast zwischen dem starren Stahlgeflecht eines Einkaufswagens und den geschmeidigen Figuren eines schlanken muskulösen Körpers dar. Er beherrscht spielerisch die Kunst der Kontorsion und versetzt den Beobachter in eine Gefühlslage voller Bewunderung für diese Form der Akrobatik.

Die Geschichte eines Mädchens aus Pankow erzählen Kati und Philipp am Vertikaltuch – zwischenmenschliche Geschichten und Erlebnisse, die man sonst aus Stücken wie etwa „Hinter dem Horizont“ (wir berichteten) kennt. Viktoria Lapidus hingegen amüsiert das Publikum mit ihrem Tanz der Hula-Hoop Reifen und interpretiert die musikalische Begleitung auf ihre eigene Art. Mit vollem Körpereinsatz schwingen so bis zu 30 Reifen um ihren Körper und man spürt förmlich die Energie, die von dieser Tänzerin ausströmt.

Die Zwillingsbrüder Pierre und Pablo Caesar ermächtigen sich einer speziell für sie entworfenen und mit Wasser gefüllten Halbkugelkonstruktion und bieten den Augen des Publikums ihre außergewöhnliche „Waterbowl Performance“. Daneben führt Pierre auch musikalisch auf dem „DJ-Balkon“ durch den Showabend. Seinen Bruder Pablo dagegen treffen wir auf einer -im wahrsten Sinne des Wortes -verdrehten Fahrradtour wieder.

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Nach einer kleinen Pause kreiselt David Pereira in einer silbernen Halbkugel u.a. zu Marylin Mansons „Personal Jesus“ über dem Bühnenboden. Erneut präsentiert er seine ausdrucksstarke Körperspannung zu den kraftvollen Klängen der Musik.

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Leicht wie die Federn, die ihn umschweben, wirbelt Dennis Mac Dao über den Bühnenboden. Ein Tänzer mit einer eigenen fantasievollen, poetisch wirkenden Darbietung von Figuren aus der Welt des Balletts. Eike von Stuckenbrock und Rémi Martin erwecken als „Pole Rangers“ Erstaunen in den Gesichtern der Anwesenden mit ihrer Doppel-Pole-Darbietung. Die Akteure schweben förmlich um die Stangen. Sie erklimmen anscheinend mühelos das Ende der Stange an der Bühnendecke und lassen sich an der Stange herunterfallen, um ganz kurz vor dem Erreichen des Bühnenbodens zu stoppen.

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Zwischen den vielen beeindruckenden künstlerischen Darbietungen stellen die Akteure dieser Show immer wieder kleine Situationen aus dem täglichen Leben in der Hauptstadt dar. Sei es die Putzkolonne der BSR, der Verkäufer eines Straßenmagazins oder die kuschelige Stimmung in den Berliner Öffis, welche gerade den einheimischen Zuschauer zum beipflichtigen Schmunzeln verleiten und den Touris die so moderne Metropole Berlin gleich von einer ganz anderen Seite vorstellen.

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Alles in Allem nehmen die Schauspieler und Künstler von Made in Berlin den Zuschauer mit auf eine klischeeerfüllte, abenteuerliche Reise durch Berlin – der ganz normale Wahnsinn eben, jedoch meisterhaft in Szene gesetzt und durchaus einen Besuch wert!

Tickets gibt es ab 29,50€ online unter wintergarten-berlin.de sowie telefonisch unter der Ticket-Hotline 030 588 433.

Andrea Pietzner (mit Bildmaterial von Bernard Bruck)

 

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