Berliner Clubsterben: Auch Tape Club schließt seine Türen

Am Dienstag erst berichteten wir über das bevorstehende Ende des Klub der Republik in der Pappelallee im Prenzlauer Berg. Nun wird bekannt: Auch der Tape Club in Mitte schließt noch in diesem Frühjahr.

Foto: Tape Berlin / optikfluffel

In einem Hinweis auf Facebook für eine der letzten Veranstaltungen im Tape Club an der Heidestraße heißt es: „Nun ist es offiziell, auch das Tape fällt der Berliner Stadtplanung und damit dem allgemeinen Clubsterben zum Opfer.“ In einem Interview mit der Berliner-Zeitung äußerte sich Jonathan Margulies, einer der beiden Betreiber des Clubs, enttäuscht über die Schließung des Clubs am derzeitigen Standort, kündigt jedoch ein neues Konzept an einem anderen Ort an.

Dass das Tape nicht ewig am aktuellen Standort bleiben könne, war den Betreibern seit Anbeginn klar. Zunächst unterschrieben sie einen 2-Jahres-Vertrag für die Räumlichkeiten in unmittelbarer Nähe zum Berliner Hauptbahnhof. Nun, nach über 5 Jahren, ist es an der Zeit, die Zelte abzureißen und woanders wieder aufzubauen. Laut eigener Aussage konnten auch bereits zwei interessante Objekte ausfindig gemacht werden. Wo genau, darüber schweigt der Betreiber bislang.

Zunächst gehe es ohnehin erst mal in die Pause, um dann – ohne Eile – die Entstehung und Realisierung des nächsten Projekts voranzutreiben. Was das angeht, ist bereits jetzt klar: Ein zweites Tape wird es nicht geben, und so soll das nächste Vorhaben auch anders heißen. Dass dort auch laute Musik zu hören sein wird und getanzt werden kann, steht fest. Laut den Aussagen im Interview aber ist noch nicht klar, ob es sich beim zukünftigen Projekt wirklich um einen „Club“ handelt. „Der nächste Ort“, so Margulies im Interview, „soll eine Institution“ werden.

Man darf also gespannt sein. Was den Tape Club angeht, so findet dort am 27. Januar die letzte Edition der Underground Quality Label Nacht statt. Am Freitag, 3. Februar, heißt es dann zum letzten Mal „Yo! Remember the 90s“ – unter anderem mit Ghanaian Stallion, Raw D, Murian Benz und Kim Evergreen.

Weitere Informationen hierzu gibt es unter tapeberlin.de.

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