Berlins Clubkultur erlebt einen tiefen Einschnitt | 15 Clubs von Schließung bedroht

Es sieht nicht gut aus für Berlins beliebte Clubkultur. Beschwerden von Anwohnern in beliebten Vierteln wie Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Kreuzberg machen den Clubbetreibern, Anwohnern und Gästen das Leben schwer. Die Bebauung freier oder lang ungenutzter Flächen, um Wohnraum (welcher im Übrigen für den normalen Bürger unbezahlbar ist) zu schaffen, schreitet weiter voran.

Kulturbrauerei

© KlausM / pixelio.de

Das Interesse der Investoren ist groß, schließlich wartet eine Reihe junger, gut verdienender Familien darauf, ihr neues Reich mit ihren Kindern zu beziehen. Für die Mittelklasse oder den einfachen Studenten ist eine Wohnung von einem privaten Vermieter im Prenzlauer Berg oder Friedrichshain purer Luxus. Vorbei sind die Zeiten als Studenten- und Arbeiterviertel.

Es stehen nun mindestens 15 Berliner Clubs kurz vor dem Aus. Nachdem der Magnet-Club, welcher damals in der Greifswalder Straße ansässig war, glücklicherweise einen neuen Platz in Kreuzberg gefunden hat, ging der benachbarte Knaack-Club, einer der ältesten Clubs in ganz Berlin, unter. Nun droht auch der Kulturbrauerei das Ende. Bisher setzte man hier auf den engen Kontakt mit Anwohnern und der Polizei, jedoch häuften sich, speziell in diesem Sommer, die Lärmbeschwerden weiter. Ebenfalls existenzbedrohend sollen laut Wirtschaftssenat die Zustände für den Roten Salon und das Lido sein. Almuth Hartwig-Tiedt von der Wirtschaftssenatverwaltung zufolge gibt es zwei Hauptgründe für das Clubsterben. Der erste ist, dass große Investoren-Projekte immer häufiger alternative Clubs verdrängen. Ein bedeutendes Beispiel ist das Mega-Projekt „Mediaspree“, welches viele Lokalitäten am Rande der Spree zur Schließung zwingt oder es bereits erfolgreich getan hat. Jüngstes Beispiel ist die Aufgabe des Spreestrand-Clubs Kiki Blofeld. Am 11. September gingen dort das letzte Mal die Türen auf. Ebenfalls betroffen vom Projekt „Mediaspree“ ist der L.U.X. Club an der Schlesischen Straße in Kreuzberg. Die Lage dicht an der Oberbaumbrücke ist sehr attraktiv für die Investoren der geplanten Eigentumswohnungen. Der ehemaligen Maria am Ostbahnhof an der Schillingbrücke – jetzt ADS – droht eine Schließung im Januar 2012. Der Erfolg bei der Suche nach einem Alternativstandort blieb bisher aus. Das Yaam, ein Reggae-, Ragga- und Hiphop-Club am Friedrichshainer Spreeufer, wird wohl auch dem „Mediaspree“-Projekt zum Opfer fallen. Geplant sind für das Gelände Bürobauten. Ebenfalls im Gespräch ist ein spanisches Bauunternehmen, welches dort exklusive Eigentumswohnungen errichten möchte.

Clubs Berlin

© christine kükenshöner / pixelio.de

Ein zweiter wichtiger Faktor sind die Lärmbeschwerden der Anwohner, welche sich vom Krach der Clubs belästigt fühlen. Das geht aus der Antwort der Senatsverwaltung auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Christian Goiny hervor. Beschwerden eines einzelnen Anwohners reichen aus, um den Betrieb einer ganzen Institution ins Wanken zu bringen. So waren es auch Anwohnerbeschwerden, welche zur Schließung des berühmten Knaack-Clubs am Prenzlauer Berg Ende 2010 geführt haben. Neben der Kulturbrauerei sind ebenfalls von Lärmbeschwerden betroffen: Insomnia, Schönwetter, der Edelclub Soho House, der Konzert-Club Lido in der Kreuzberger Cuvrystraße, Turbine und die 8mm Bar. Auch das gerade neu eröffnete Kater Holzig (als Nachfolger der von der „Mediaspree“ vertriebenen Bar 25) ist bereits im Visier der Lärmbehörde. Durch den Einbau von Lärmschutzfenstern konnte zunächst Schlimmeres verhindert werden. Die Lärmbeschwerden gegen das Kulturprojekt in der Ackerstraße „Schokoladen“ kommen laut Medienberichten und dem Betreiber Matthias Legde von nur einem einzigen Anwohner, welcher regelmäßig die Polizei ruft. Der Club muss nun abends um 22 Uhr seine Türen schließen. Der Vermieter möchte den Club per Gerichtsbeschluss räumen lassen und das Lokal aufwändig sanieren lassen. Häufig sind es die neu dazugezogenen Einwohner, welche Beschwerde einreichen. Da fragt man sich, ob man sich nicht im Vorfeld über seine Umgebung informieren kann, oder ob das schlichtweg ignoriert wird. Geld wird wohl immer wichtiger bleiben als jede Art von Kultur.

71 comments

  1. Sascha Weber

    Mano wohin soll das führen? Erst zeihen alle nach Berlin um Spaß zu haben und dann wird ihnen der Spaß verboten. Berlin lebt für seine Subkultur und nun wird sie schritt für schritt verringert. Wenn ich nach F`hain, P`berg oder Kreuzberg ziehe weiß ich eigentlich was mich erwartet. Und wenn ein Vermieter erzählt, dass es im Kiez um Schlesisches Tor ruhig ist, dann sollte er eine aufs Maul bekommen.

    Letztendlich kann sich nur wenige die teuren Wohnungen leisten, wo somit Leerstand entsteht. Als Idee ihr lieben Investoren, vielleicht können Ihr zukünftig am Rand von Berlin schöne neue Wohnungen bauen. Da ist es schön ruhig und idyllisch.

    berlin wird bald langweilig!

    • wilhelm kratcziak

      der vermieter am schlesischen tor sollte so oder so eine aufs maul kriegen, weil er 10€ kalt pro m² verlangt.

  2. Christian

    Mal wieder typisch: wenn sich alle selbst ein wenig zurücknähmen, könnten die Leute man in den meisten Fällen friedlich miteinander zurechtkommen.

    Häufig ist es doch so, dass Leute nach Berlin ziehen, weil es hier so hipp und trendy ist. Dann werden sie älter, gehen nicht mehr so oft aus, bekommen Kinder und dann wollen sie Ihre Ruhe. Das was sie hergezogen hat nervt sie dann. Es gab doch jetzt sogar schon Beschwerden gegen den Markt auf dem Kollwitzplatz, weil mama Sindelfingen nicht mehr ordentlich ausschlafen kann.

    Andererseits benehmen sich die Clubgänger teilweise auch wie die Bekloppten. In Hauseingänge pinkeln, Flaschen auf dem Bürgersteig zerdeppern und nachts in der Gegend rumbrüllen sind auch Dinge die auch Anwohner nerven dürfte die dort gewohnt haben, bevor Berlin zum Hipster-Paradies wurde. Immer wenn ich vor ca. 15 Jahren am Knaack anstand habe ich mich gefragt wie die Anwohner die Bässe aushalten…

    • Robert

      Der Markt am Kollwitzplatz wurde meines Wissens nach durch eine jahrzehntelange Anwohnerin zu Fall gebracht, die sich seit Ewigkeiten mit dem Marktbetreiber in den Haaren hatte (hab mal irgendnen Fernsehbericht gesehen)

  3. Klaus

    …bei 230 partyeinladungen (facebook) ab einem durchschnittlichen Sonnabend, kann man wirklich nicht von trostloser Stadt sprechen! Diese Einladungen beziehen sich nur auf Partys um elektronischen Bereich und nur aus Berlin.

    • Hamba

      Aber du glaubst doch nicht, dass es bei den oben genannten Schließungen bleibt? Es wird immer weiter gehen und die von dir beschriebenen Partys werden rarer, teurer und piefiger.

  4. Alex

    Geht der Protest gegen die Zustände in Berlin eigentlich auch ohne das saublöde Schwaben-Gelästere? Ich schäme mich langsam, hier geboren zu sein.

  5. Bongobert

    „Ein bedeutendes Beispiel ist das Mega-Projekt „Mediaspree“, welches viele Lokalitäten am Rande der Spree zur Schließung zwingt oder es bereits erfolgreich getan hat. Jüngstes Beispiel ist die Aufgabe des Spreestrand-Clubs Kiki Blofeld.“

    diese aussage wird auch durch ständiges wiederholen nicht richtiger. der besitzer des kiki blofeld hat es in den jahren des bestehens nicht geschafft auf diesem sahnestück von location einen kreativen und angenehmen bar- oder clubbetrieb zu etablieren. geblieben ist ein langweiliger strand, an dem selbst bei bombenwetter nie wirklich viel los war. das projekt mediaspree hat nichts mit der bebauung des kiki blofelds zu tun und abgesehen davon hat es sich der cholerische blofeldchef nicht nehmen lassen bei den megaspreeprotesten eintritt zu verlangen (http://de.indymedia.org/2010/07/285390.shtml), macht sinn, wenn die bude wenigstens einmal voll wird.

    • Furter

      Ich sehe da auch einen gewisses Missverhältnis zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Die lautesten Schreier gegen Megaspree sind genau die, die explizit kommerzielle Interessen haben (Bar25, Maria, Kiki Blofeld). Freien Wasserzugang fordern, aber selbst nicht nur Eintritt für diesen Zugang zum Wasser zu nehmen, sondern auch noch Gesichtskontrollen vorzunehmen? Also da finde ich es nicht schade drum. Und mit der Kulturbrauerei eine der grausligsten Großkommerzlocations in die Argumentation aufnehmen, also neee. Interessieren würde mich auch mal, wie „häufig“ tatsächlich neu hinzugezogene Anwohner für die Beschwerden verantwortlich sind (ich kann mir nur beim Knaack an einen solchen Fall erinnern, während sich dieselbe Berichterstattung bei der Admiralsbrücke dann doch als falsch herausgestellt hat).

      • Jan

        Das ist doch Geschwafel.
        Beispiel: Im Kiki Blofeld kostete der Eintritt EINEN Euro, wenn es einen Live-Act gab DREI Euro. Gesichtskontrolle gab es NICHT. Die Getränkepreise waren sehr moderat. Die Lautstärke der dortigen Partys hat EINEN Anwohner in der Nähe gestört, der es sich vermutlich irgendwann zur Aufgabe machte, möglichst täglich Beschwerden abzugeben.
        Der Plan eines Investors, auf dem vom Kiki Blofeld gepachteten Gelände zu bauen, gab letztendlich den Ausschlag für die Schließung. Es ist zu bezweifeln, dass der betreffende Anwohner sich ebenso ausdauernd über den künftigen Baulärm beschweren wird.

        Die kommerziellen Interessen des Ladens bestanden daraus, weiter zu existieren. Abgezockt wurde bei den genannten Preisen niemand und eine goldene Nase hat sich auch keiner damit verdient. Es ist ein großer Verlust, dass es das nicht mehr gibt.

  6. Christian

    Finds echt ein Unding… gut einige der Clubs sind sowie so nicht sonderlich gut, aber das Yaam zum Beispiel sollte bleiben…dort kann man im Sommer super entspannen…naja is ja eh typisch wie das ganze abläuft. Hoffentlich kann ich mir in einigen Jahre dann sone schicke Wohnung leisten ^^

  7. Vlad

    In dem Fall, als die Investoren in Berlin sich bereit schon so etabliert, das Sie unabhaengig von unsere Willen die wichtigsten Plaene zum Bebaung fast realisiert, sollen, meiner Meinung nach, die Clubbetreiber sich einige und eine gemeinsame Strategie ausdenken. Jeder versteht, dass Berlin ohne Kunst und Kultur eine tote Stadt wird. Was sind die Stadtplaene oder was sagen dafuer die Politische Parteien? Zum Beispiel die Piraten Partei oder die Gruenen?

  8. Ronny Roger

    Beschwerden eines einzelnen Anwohners reichen aus, um den Betrieb einer ganzen Institution ins Wanken zu bringen.
    Ach Unsinn, dies ist doch lediglich die alte Ausrede der Stadt bzw. des Berliner Klüngels. Nebenbei habe ich hier gegenüber eine Familie, welche seit Jahren die Nachbarschaft mit Lärm terrorisiert, Ordnungsamt und Polizei dürften schon gar nicht mehr ihre Einsätze zählen – trotzdem ändert sich nix, aba hier steht eben auch kein Investor vor der Tür ;-).

    • valentino 45

      vor allem steht da nämlich kein privates profitinteresse im vordergrund der wenn ein familie KARCH UND LÄRM BELÄSTIGUNG VERURSACHT.
      DAS ist nämlich der unterschied zwischen: GEWERBLICH VERMIETETEN RÄUMLICHKEITEN UND DEM ACH SO DOLL GESCHÜTZTEN BERLINER MIETERN (PRIVATEN NATÜRLICH).

  9. wolkenanimateurin

    ich versteh das nich…plötzlich isses zu laut, zu viel, zu schrill…berlin lebt von dieser subkultur..diese macht den flair von berlin aus..was wären wir ohne hippies, punks, etc…???? berlin is innovativ…trendgebend…revoltär…das haben die wohl vergessen…aber geld kann eben alles…vorallem zerstören :/

    • ABChype

      __tjaa, ääh – geld zerstört eben alles, was mit geld zu erreichen ist. da bei diesem pädagogenquatsch die jungen menschen einfach mal für die WIRTSCHAFT* gezogen werden, das LEBEN aber keinen positiven aspekt für *dieselbige darstellt, bleibt zum ausgleich (arbeit/leben) ─ tjaa, ich weiß es nicht ─ ich bin nicht wirtschaftlich.

  10. Vince

    Was Berlin bräuchte ist eine Art politisch Veränderung in Bezug auf Mietverträge.

    Es müsste halt „Zonen“ geben wo halt im Mietvertrag drauf hingewiesen werden muss das es hier häufiger laut wird und sich der Mieter dessen bewusst ist das er hier wohnt. Diese Klausel müsste AUCH von Vermietern mitübernommen werden das allen Klar ist: aha-ich wohn in der Simon-Dach-Str. da wirds mal lauter – kein Problem! Wenn Anwohner dann dennoch mal Beschwerde einreichen kann dies nicht zu Schließung sondern höchstens zu einem Bußgeld führen was aber erst ab einen wirklich – selbst für das Kiez -übertriebenen Lautstärkepegel in Kraft tritt.
    Das könnte so eine Art Kultur-Schutz-Gesetz sein

    Ich zieh doch auch nicht nach St. Pauli und beschwer mich über den dortigen Lärm…warum nicht? weil alle Welt weiss das St. Pauli nicht gerade der optimalste Ort ist seine Bälger zu erziehen.

    • Sickma

      Das Simon-Dach-Kiez war schon immer so, ebend so wie auch der Bereich um die Warschauer Brücke. Mit schon immer, meine ich den Zeitraum nach dem Mauerfall bis heute. Diese angeblichen Sauftouristen haben das Kiez erst zu dem gemacht, was es ist. Ein Bereich des ausgelassenen Feierns. Mich kotzt es immer wieder an, wenn Zuziehende in die ach so Hippen Gegenden ziehen, nur um Wochen später festzustellen, dass es nicht so idyllisch ist, wie erwartet. Dann wird mal schnell der Kneipenwirt, unten im Haus, auf Ruhestörung verklagt und darf ab 22h den Außenbereich schließen.

  11. Kotzkowski

    Hm, das ist echt ärgerlich. Vor allem, weil Investoren nicht das Potential in Clubs & Co sehen. Zwar finde ich es im großen und ganzen nat. gut, dass es Investoren gibt, aber möglicherweise ist nicht immer der Erstbeste der richtige!

  12. Elmar Dylong

    Hier gehts ja wohl eindeutig um wirtschaftliche Interessen, Lärmebelästigung ist da eindeutig vorgeschoben. Aber wen wunderts, der Snob möchte halt in einer ruhigen Lage wohnen, das hat er sich schließlich verdient wenn er horrende Summen für seine Miete bezahlt. Obendrein gönnt er dem einfachen Volk seine einfachen Freuden nicht, schließlich muss der Snob für Spaß (Koks und Nutten) richtig viel Geld hinlegen. Nicht das es ihm viel ausmachen würde, er hats ja, aber der Neid frisst an ihm. Neid darauf mit wie wenig sich ein normaler Mensch zufrieden geben kann. Ein bisschen gute Mucke, ein Bier und ne dicke Tüte, schon kann die Party los gehen und der Abend wird ein Erfolg! Mein tipp an alle Snobs: Kauft euch ein Stück Land, zieht ne Mauer rum und versteckt euch dort vor dem Leben. Aber vor allem lasst endlich und normale Menschen in Ruhe! Oder glaubt ihr das sich euer Verhalten nicht irgendwann rächt?

    • Yoram from Berlin

      Mein Gott, es gibt so viel Platz in Berlin. Geht nach Moabit, zum Beispiel. In jeder Stadt der Welt bewegt sich die Szene, nur bei uns sind die Hipster die spiessigsten die unbedingt ihre Billigbuden behalten wollen und sich nichts entwickeln darf. Die wollen weiter Billigbier und Späthiekultur. Ja, Städte verändern sich.

      • Kris

        Ich liebe diese „Spähtiekultur“ . Ich Arbeite 40 Stunden die Woche und hab noch nen Nebenjob – sag mal darf ich denn auch noch leben oder nur anderen die Kohle in den A**** stecken. Ick kann mir nur ne Billigbude leisten und mit Billig mein ich 500kalt. Wohne in der „Mondlandschaft“ von Pankow und bin gespannt wieviele Schulen für reiche Kids, Ärztehäuser und Designbüros se hier noch hochziehn wollen. Freut mich aber das Du anscheinend finanziell so abgesichert bist, das Dich das nicht kratzt. Ick war nie von Beruf Sohn.

  13. sizzone

    Ich glaube das hinter vielen Anzeigen und Beschwerden wegen Lärmbelästigung etc…viele Mieter und Anwohner stecken die von irgendwelchen Investoren „Aufwandsentschädigungen“ bekommen für Ihre Bemühungen. Kann mir vorstellen das man als INvestor so viel viel günstiger und schneller bestimmte Ziele durchsetzen kann.

  14. aulait

    Es gibt kein Projekt Mediaspree. Hat es nie gegeben und ist nie geplant gewesen. Das ist eine Wortschöpfung von Gegnern der Spreeufer-Bebauung. Nur mal so am Rande erwähnt, ohne Wertung 😉

  15. Pia

    Vor allem vergessen diese Luete das genau wegen dieser Clubkultur in Berlin die ganze Welt auf uns schaut und heir sein möchte eine geleckte Stadt voller Bürgebäude brauch kein Mensch die Stadt schadet sich nur selbst. Und wieviele Luxuswohnung sollen denn noch leerstehen ich kenne auch Gutverdiener die es nicht einsehen 2000 euro für 120 m“ zu zahlen. Berlin saniert sich zu Tode! Ich dachte immer Berlin stehe für Weitsicht und Feingeist, aber in Wirklichkeit ist es Dummheit und Ignoranz.

  16. ORWO

    Laut einer Studie der Senatsverwaltung macht die Musikwirtschaft (Klub, Konzert- und Labelbetriebe) rund 10% des Inlandproduktes Berlins aus. Nicht einbezogen ist der mit Sicherheit erhebliche Anteil, der durch Partytourismus von der Gastronomie erzielt wird…Angesichts dieser Zahlen (stichwort Inverstoren) wäre es an der Zeit, dass die Politilk sich endlich aktiv gegen Investoren für die Musikkultur einsetzt und zudem mutige Schritte in Richtung Mediation, Clustermanagement einleitet, die dem realen Stellenwert der Klub und Musikkultur in der Stadt endlich entsprechen! Während dessen wird sich nur für bald leer stehende Bürohäuser eingesetzt, die uns auch noch mehrheitlich unbedacht von Finanzzockern aufgesetzt werden….Und dann noch diesen Schwarz Roten Senat…Liebe Freunde, das ORWOhaus steht euch als Zufluchtsort frei!

    • dieter paul schröder

      Hab grad aus dem Fenster geschaut. In der Seestrasse hat sich seit heut morgen nichts verändert.

  17. moe

    Liebe Gemeinde,
    überdenkt doch noch einmal Eure doch recht voreilige und voreingenommene Meinung zu dem ganzen „Mediaspree“ Thema. Abgesehen davon, dass ein Gros Berliner Clubs vor 30 Jahren noch nicht einmal existierte, findet sich immer neue Nischen um zu feiern! Gentrifizierung per se ist meiner Meinung nach auch nichts gutes, ich bin ebensowenig Fan der ganzen Spreebebauungspläne – aber: habt ihr mal daran gedacht wo Berlin zukünftig in, sagen wir, 30 Jahren steht? Fakt ist- bleibt die Wirtschaft stehen, tut es Berlin auch! Und was nützt der „subkulturelle Hipsterfaktor“ letztendlich, wenn die Deutsche Hauptstadt das wirtschaftliche Schlusslicht darstellt? Ich würde nicht so engstirnig am Alten festhalten. Als Hobbykonstruktivist bin ich der Meinung, dass Perturbation immer Emergenz schafft. Veränderungen sind meiner Meinung nach Basis allen Fortschritts. Ihr würdet Thomas Edison wohl posthum auch verurteilen, die Hinterhof-Wachskerzen-Hersteller ruiniert zu haben..

    Um mir flache Kommentare zu ersparen sollte noch gesagt sein, dass ich leidenschaftlicher Clubgänger bin. Ich liebe Berlin für seine Freitag Abends- bis Montag morgens- Mentalität. Habe ich bislang auch vergleichbar in keiner Anderen Stadt dieses Kontinents auffinden können!

    • berlinbuzz

      Ich denke der subkulturelle Hipsterfaktor ist neben dem Fakt, dass Berlin „noch“ eine der günstigsten Hauptstädte Europas ist, einer der Faktoren, die Berlin zum Magneten für Studenten, Start-Ups und anderen Wirtschaftsunternehmen macht.

      Das Mediaspreeprojekt ist zum einen eine ökologische, finanzielle, sowie gesellschaftliche Katastrophe. Darüber hinaus stelle ich den Vereinscharakter des e.V. in Frage und unterstelle ganz dreist privatwirtschaftliche Ziele. Dass der Großteil der internationalen Unternehmen Subventionen vom überschuldeten Senat erhält lass ich jetzt mal unkommentiert.

      Andererseits muss Berlin,das als Ostdeutsche Stadt in einem wirtschaftlich äußerst labilen Umfeld gelegen ist, wirtschaftliche Entwicklung. Da kommt man nicht um solche Projekte herum. Dennoch ist es erforderlich einen kleinsten gemeinsamen Nenner zu suchen und auch zu finden und die Bevölkerung in die Entscheidungsprozesse einzubinden. Schließlich bezahlen auch die Steuerzahler für das Mediaspreeprojekt.

    • dj.smc

      sag ma wat bist du denn für ein kuscher moe?
      das ist unsere stadt, wir sind hier geboren!
      wat bilden sich hinzugezogene politiker ein !?!
      wir haben diese stadt mit gross gemacht, durch die clubs.
      hier entstand etwas grosses, was nun wieder zerstört wird!
      hier entstand u.a. die loveparade und was in duisburg passierte, wegen geldgeilen investoren haben wir ja gesehen. denn der erfinder Dr. motte wollte nie das diese parade die stadt verläßt. und wieso waren denn die berliner touristikzahlen so hoch? wegen der clubs, wegen der loveparade, weil sie alle herkamen!! hier haben wir die rekorde augestellt! und es wa friedlich 😉

      was wollen wir mit überteuerten wohnungen die sich eh keiner leisten kann und warum ziehen diese leutz nicht einfach in unsere edlen bezirke: Grunewald & Wannsee ?? da gibts genug grundstücke am wasser!

      und erst die büroflächen, wer braucht sie? haben wir nicht schon genug leerstand in der stadt (z.B. am potsdammer platz), klar das investoren das bauen wollen, die können so geldwäsche betreiben!! denn wenn die bürogebäude keinen umsatz bringen, werden sie von der steuer abgeschrieben. sprich solche firmen sparen da kräftig.

      sorry aba das regt mich sowas von auf. in bonn wa es schon langweilig und absolut überteuert, haben die nix dazugelernt??
      sollense wieder in ihre alte hauptstadt ziehen, die ist schon kaputt & langweilig.

      boah ick bekomme gleich n anfall.
      das kommt davon das ehemalige SED politiker jetzt in unserer regierung die fäden ziehen, alle an die wandstellen und….xD
      sorry aba ist doch so 😉

    • occA!

      moiners, hier ein „flacher“ kommentar zu deinem spießigen Mist den du absonderst:
      wenn alles weg ist, die selbstkreierte durch künstlerInnen erschaffene eigene welt verschwindet, was dann??
      man bedenke, wo und wann diese clubs entstanden sind! sind diese nicht in „schrottreifen“ vierteln enstanden, in denen vor jahren noch keiner wie Du wohnen wollte? da zu dreckig, zu viele ausländer und kohleöfen die bude noch erwärmten?
      du schreibst, ich zitiere: „Habe ich bislang auch vergleichbar in keiner Anderen Stadt dieses Kontinents auffinden können!“
      ach wirklich? und du glaubst also wirklich, dass das auch so bleiben wird, wenn es mehr ideen wie deine gibt?
      ist ein club etwa kein wirtschaftsfaktor für diese, meine stadt? sind dadurch nicht auch arbeitsplätze entstanden? haben diese nicht auch eher „schwervermittelbare“ (arbeitsamt jargon) in „brot und lohn“ verholfen, oder für weniger reiche studenten, ihr studium mitfinanziert?? sind die clubs nicht auch eine art erzieherische maßnahme für die heranwachsende generation??
      USW…

    • Peter

      so ein schwachsinn mit der wirtschaftlichen entwicklung. wie treiben denn noch mehr bürogebäude die wirtschaft an? berlin hat den größten büroleerstand überhaupt in deutschland. GERADE WEIL ES DIESE CLUBS GIBT wollen alle ihre behinderten HIPSTERBÜROS in der nähe. das sie die clubs aber damit kaputt machen peilen sie nich. berlin ist das zentrum der party und jugendszene weil es gerade diese unerschlossenen “dreckigen” aber auch grünen gebiete gibt. ich brauch kein sauberes “little frankfurt/main” hier!

      jeder der neu in diese stadt zieht sollte sich einfach mal mit seinem bezirk davor befassen. wem es zu laut is sollte einfach in einen anderen bezirk ziehen. man kommt zu jeder tageszeit mit den öffentlichen durch die stadt.

    • theymademedoit

      Wie jetzt? Und wenn die Mediaspree nicht kommt, wird Berlin abgerissen, oder was? Mit dem (Pseudo-)Argument kann man ja wohl so ziemlich jede Maßnahme begründen. Ich persönlich unterstütze übrigens die Forderung der Partei, im P’berg ein Atomendlager zu errichten. Unabhängigen Studien zufolge soll das hunderte Arbeitsplätze schaffen und so auch langfristig den Standort Berlin sichern helfen.

    • Das Amt für Vollständigkeit

      Geht man da immer noch weiter? Was für ne schande, seht an wie es jetzt in Amssterdam ist. Eine weltstadt mit zu wenig nachtleben. Der burgermeister hat da gerade vorgeschlagen alles wieder zu ändern weil die stadt sonst stirbt. Haltet die perle von Europa am leben, rettet Berlin…

    • holger splinter

      Hallo erst mal,
      Ich arbeite seit nunmehr 20jahren für Berliner Klubs.
      Es war schon immer so, das im Winter geunkt wird und im Sommer gehypt…Klubs kommen und vergehen -wo altes stirbt kommt neues hervor, besseres, innovativeres…
      Und kulturell gesehen ist es ja auch so , nicht nur die Klubs machen Berlin attraktiv sondern auch die ganze Stadt an sich.

      Viele grűsse aus der Mitte
      Ho

  18. Mathias

    Erst wenn die letzte Eigentumswohnung gebaut, der letzte Club abgerissen, der letzte Freiraum zerstört ist, werdet ihr feststellen, dass Berlin die Kleinstadt geworden ist, aus der ihr einst geflohen seid.

  19. jan wanschura

    Ich war auch früher oft im Knaak und habe dort selbst gespielt.
    Ja, es ist schade das er zugemacht hat. Auch schade ums Icon, oder die Maria.
    Aber hat das irgend jemanden ernsthaft gekratzt ? Nein, keiner ist auf die Strasse gegangen, hat sich vorm Klub angekettet, kein Sturm des Protestes ging los. Ein paar betroffenheits Bekundungen in den Medien und im Netz. Das wars.
    Das geweine um das „hippe“ Berlin, alles nur Show und Lippenbekenntnisse. Es gibt keine “ Klub Kultur „, es gibt nur Konsumenten. Glaubt irgendjemand, den vom Schaumwein lallenden Mädchen, die zur Kulturbrauerei torkeln, liegt etwas an der Alten Kantiene?
    Grossraumdiskotheken in Industriegebieten sind der Standart – den die Standart Klubgänger auch verdienen!

  20. Riko Roos

    Vieles hier ist richtig und beachtenswert, aber ich lese immer nur Investoren. Die können aber nur kaufen, was auch verkauft wird.
    Also bitte nicht allzu polemisch werden, was absolut nicht heissen soll, dass ich den Ausverkauf gutheisse…
    Nachhaltigkeit gibts auch im Kleinen!

  21. thom

    1. Komisch, dass immer mehr Touristen in die Stadt und in die Clubs drängen und diese nun vor dem Aus stehen. Schlecht gewirtschaftet? Oder gehen Touristen grundsätzlich ins Matrix, weil sie die anderen gar nicht erst finden? Was wieder zur Frage führt, welche Touristen Berlin anzieht….? usw.

    2. @ Riko Roos
    Im Kapitalismus ist es aber so, dass es Abhängigkeitsverhältnisse gibt und hier die schwächere Partei (die Clubs) der stärkeren Partei (den Investoren) unterliegt. Niemand kann sich mehr für immer gegen ne Schließung bzw. nen Verkauf wehren, wenn die Clubs kreativlosen Personen gehören, wenn die Zahlen rot sind, wenn die Miete steigt, weil Wohn- und Gewerberaum teurer wird etc. Also liegt es nicht per se am Willen zum Verkauf, sondern an den Umständen und an der Art, wie in Berlin gewirtschaftet wird, nämlich genau so raubtierhaft, wie überall.

  22. Nelson

    @thom

    sag mal, hast du den artikel wirklich gelesen? keiner der clubs schreibt rote zahlen, im gegenteil.

    es sind lärmbeschwerden meist einzelner, gerade zugezogener, bzw. das knallharte interesse von investoren, die zum clubsterben führen.

  23. Kris

    Ja ja- in einen „Hippen“ Stadtteil ziehen wollen wegen der „Kultur“, dem „Urban-Feeling“ und sich wundern wenns da laut ist… verzieht Euch doch sonstwohin Ihr schnöseligen „Neu- Berliner“ Gruss von einem „Zugezogenen“

    • bernice

      Chris…..sind goldene worte…
      diese kackaersche machen unser kleines paradies kaputt…ick wees nich, ob ich kotzen…oder heulen soll….oder dieses spekulantenpack und deren nutzer mit nem schaufelbagger an den suedlichen stadtrand schieben soll…. muss was passiern jetzt….bitte macht alle mit, bevor uns hier die kleinen und grossen freuden auch noch zerstoert werden…

    • olli

      Also mir ist es egal ob die Clubs zumachen oder nicht..mich nerven die Leute eher die andauernd von dem ach so tollen Berlin sprechen und damit angeben…vielleicht wird es Zeit das Berlin mal etwas ruhiger wird und manche Leute merken das das Leben nicht nur aus Party besteht…wer will schon nach Berlin ziehen…ich nicht….is mir zu Getto da….schöne Ostern!

      • KevO

        @Olli:

        zu ghetto… wie schlecht.
        Kann mir vorstellen das es in deinem Dorf Dierfeld alles ruhiger zugeht, dann bleib lieber dort Kühe streicheln. 🙂
        Ist natürlich traurig wenn du keine Freunde zum gelegentlichen „Party“ machen hast.

        Frohes neues!

      • jooohn

        mmmh, du bist wohl eher der, der keine Ahnung hat, wie das Leben Wirklich läuft hier draussen in der echten Welt. 😀

      • Tee Kay

        .. verlangt auch keiner, dass Du hierher ziehst, es ist ja auch nicht für jeden was hier – aber DANN kann es Dir auch egal sein, ob man sich hier in der lauten Stadt wohlfühlt…! ICH bin sehr wohl deswegen hergezogen und finde es beschissen, was hier passiert! Eine Hauptstadt lebt eben sehr wohl vom Artenreichtum und der Vielfalt.. auch aus Tourismusgründen…! Man darf vor allem nicht vergessen, das an jedem Club, der schließt, auch einige Arbeitsplätze hängen! Und nicht nur Leute, die „nix anständiges gelernt haben“ – denn Veranstaltungskaufmann oder – techniker sind sehr wohl normale Berufe!

  24. wilhelm kratcziak

    ich finde die entwicklung sehr gut. das sind die ersten weichenstellungen für berlin in richtung einer dienstleistungsmetropole wie hannover oder düsseldorf.

    • ich glaub du hast nicht kapiert warum berlin bei ausländischen besuchern, studenten, künstlern und anderen geistig aktiven so beliebt ist, frag doch mal ob die nach hannover oder düsseldorf wollen….
      berlin ist hipp, weil all diese leute hier sind, wenn die ertsmal weg sind gibts ne menge traurige gesichter…

  25. Bettina

    Mit dem Klub-Sterben endet dieses Thema eben nicht – künstliche Mietpreiserhöhungen, etc.. Das Thema Lärmbelästigung ist u.a. nur eines dieser angeblichen Probleme. Bis jetzt hatten werder alt noch jung etwas gegen diese Klubs – jeder konnte sich verständigen und bestens damit leben – außer eventuelle Neuberliner, die sich ihre Wohngegend evtl besser hätten aussuchen sollen – fünf Minuten ist auch noch zentral! Ich brauche hier keine ‚ab 20:00 Uhr hochgeklappte Bürgersteige‘ – die lassen wir bitte weiterhin in vielen verspießten deutschen Landen.. Und keiner in Berlin steht auf Stillstand oder sträubt sich gegen Entwicklung – nur gegen selbstgemachte Probleme – oder dieses ’schneller – weiter – flach!‘ Berlins wirkliche Probleme wurden nie angegangen – so verkauft man Berlin eben jetzt Scheibchenweise an die Meistbietenden.

  26. MuckÄr

    Ich habe mich gerade mal ein bischen eingelesen in die Kommentare hier.
    (Zum Thema sowieso.)

    Sollen sie doch alles schick sanieren und ihre Kohle verbuddeln …. vor 20 Jahren wurden Bruchbuden besetzt … und wer weiß… in ein paar Jahren werden dann eben Luxusbuden besetzt, weil so viele leerstehen!

    Der Irrtum ist, das das alles immer so weitergeht… Nee, nee, ich denke, wenn man weitsichtig sein will, kümmert man sich jetzt um ’n Stück Acker und ein paar Hühner dazu… denn in ein paar Jahren ist man froh…wenn man noch was zu futtern hat! …

    Naja , wie gesagt, verschiedene Menschen, verschiedene Meinungen … aber ab und zu mal schon proben wie es z.B. ohne elektr. Strom ist … kann eigentlich auch nicht schaden … 😉

    Nun denn …fetzt Euch weiter … amüsant zu lesen … 😉

    MuckÄr

  27. Stefan

    Als Berliner der jetzt seit knapp 4 Jahren in Schweden lebt kann ich nur folgendes sagen:

    1. Berlin wird im Ausland als multikulturelle, spannende, aufgeklärt coole und ausgeflippte Metropole betrachtet. Ein Muss für jeden Europa Touristen.
    Warum? Hauptsächlich aufgrund der legendären Clubszene. Berlin ist Toristenmagnet weil es Vorreiter im (club)Kulturellen Bereich ist.
    Die Clubszene zu beschädigen bedeutet ganz einfach langfristig Hauptstadteinkünfte zu beschädigen. Und das ist ein Fakt!

    2. Der „Eigentumswohnungsboom“ ist, wie man hier in Schweden im letzten Jahrzehnt beobachten konnte, eine riesengrosse Farce.
    Eine Immobilienblase, dazu designed mehr Menschen in grössere Abhängigkeit von Banken zu bringen. Erste erkennbare Folge ist die grosse Angst um den „Wert“ des Eigentums, und ehe man es sich versieht benimmt man sich als sogenannter Eigentümer wie Spiesser Meiermüller mitten in der Weltmetropole Berlin.
    Diese Immobilienblase ist es definitiv nicht Wert den Ruf der Hauptstadt aufs Spiel zu setzen.

    Schlussfolgerung: Liebe (baldige) Wahlberliner, es gibt in dieser grossen Stadt viele ruhige und auch exklusive Gegenden, familienfreundlich, verkehrsberuhigt oder sogar fast schon ländlich, mitten in der Grossstadt.
    Ein Stadtteil wie zB. Friedrichshain, auch wenn es da viele Spielplätze gibt, IST NICHTS FÜR KINDER! Glaubts mir, ich habs versucht.
    Zieht nach Alt-Tegel zB. und akzeptiert die halbe Stunde Fahrt in die hippen Viertel am Wochenende.
    Lasst nicht zu dass eine ganze Kulturszene abgetötet wird, so wie es in Stockholm passiert ist.
    Die Stadt wird dadurch ärmer, das kann ich garantieren.

    • Alex

      @ Stefan: Da stimme ich Dir vollkommend zu als perfektes Beispiel kann man das 1 Familien Townhouse Neubaugebiet an der Eldenaer Str. und den alten Schlachthöfen vorführen:
      Wer kann sich bei den Berliner normalo Gehältern so ein Townhouse leisten? Ich lege meine Hand in´s Feuer dass mind. 70% der Käufer wohlhabend sind, oder selbständig oder mit einer „sicheren“ Stelle beim BUND arbeiten. Aber es sind sicherlich keine 1100 € Netto Jobber – und ja die Arbeitslosenquote sinkt in Berlin weiter doch wasfür billig Jobs im Facility Managment aka Gebäudereinigung werden geschaffen?
      Für meinen Teil bin ich froh nicht mehr in Berlin zu wohnen, es gibt bessere Orte wo man nicht abgelenkt wird seine kreativität durchzuziehen.

  28. Die sollen nur alle so weitermachen und werden schon sehen wenn keiner mehr die teuren Wohnungen haben will, weil die Stadt kulturell tot ist…schon jetzt wandern alle die was aufm kasten haben ins restliche bundegebiet ab weils dort mehr geld gibt…wenn dann in berlin auch noch die kultur fehlt gibts keinen grund mehr hier zu sein….
    trauriges ende einer innovativen stadt – kaputtgemacht von der gier nach geld…

  29. Pete

    Das ist in der Tat zum kotzen, was in Berlin passiert. Beobachte dass bei meinen regelmäßigen Besuchen schon seit einiger Zeit… Hier in Köln oder in Hamburg aber leider – wenn auch auf etwas kleinerem Level – auch nicht besser. Ich erinnere nur an clubs wie die Alte Papierfabrik oder das Deutz Air in Köln. Gleiches Ding. Die zugezogenen Schwaben sollten wieder nach Tuttlingen ziehen.

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