Der deutsche Eishockey-Bund treibt seine Planungen für die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo voran. In Vorbereitung auf das Turnier, das vom 6. bis zum 22. Februar stattfinden wird, hat die Nationalmannschaft nun zwei weitere wichtige Personalien bestätigt: Wojciech Stachowiak von den Syracuse Crunch und JJ Peterka von den Utah Mammoth wurden in den Kader berufen. Damit nimmt das Team, das an die Erfolge der Vergangenheit – insbesondere die Silbermedaille von Pyeongchang 2018 – anknüpfen möchte, immer konkretere Formen an.
Stachowiaks Aufstieg in Nordamerika
Für Wojciech Stachowiak markiert die Nominierung einen vorläufigen Höhepunkt seiner Karriere. Der gebürtige Danziger, der aktuell seine erste Saison in Nordamerika absolviert, steht bei den Tampa Bay Lightning unter Vertrag und läuft für deren Farmteam Syracuse Crunch auf. Seine Berufung kommt nicht überraschend, nachdem er bereits bei den Weltmeisterschaften der IIHF sein Können unter Beweis gestellt hatte. Dort avancierte er zum besten Torschützen und Punktesammler der deutschen Auswahl und überzeugte durch spielentscheidende Treffer. Diese konstanten Leistungen auf internationalem Parkett in den letzten drei Jahren haben ihm nun das Olympiaticket gesichert.
Peterka und die Utah-Connection
Ebenfalls im Aufgebot steht JJ Peterka. Der 23-jährige gebürtige Münchner spielt derzeit eine starke Debütsaison für die Utah Mammoth und konnte in 43 Partien bereits 29 Scorerpunkte verbuchen. Für Peterka ist es die erste Teilnahme an Olympischen Spielen. Er ist jedoch nicht der einzige Akteur der Mammoth, der im Februar nach Italien reisen wird: Mit dem US-Stürmer Clayton Keller, dem tschechischen Torhüter Karel Vejmelka und dem finnischen Verteidiger Olli Määttä stellt das Franchise aus Utah gleich vier Olympioniken. Das deutsche Team, angeführt von NHL-Größen wie Leon Draisaitl, gehört zu den zehn Nationen, die ihre Aufstellung bereits bekanntgegeben haben, während die Kader aus der Slowakei und Italien noch ausstehen.
Personalkarussell im US-College-Football
Abseits der Eisfläche gibt es im US-Bundesstaat Utah, der Heimat von Peterkas Club, signifikante Bewegungen im College-Football. Nachdem Kyle Whittingham als Cheftrainer der Utah Utes zurückgetreten ist, um eine Position in Michigan anzunehmen, formieren sich die Trainerstäbe der BYU Cougars und der University of Utah neu. Whittingham nahm seinen Defensive Coordinator Jay Hill mit nach Michigan, was eine Kettenreaktion auslöste. Bei den Utah Utes übernimmt nun Morgan Scalley das Ruder als Cheftrainer. Er reagierte prompt mit neuen Personalentscheidungen: Inoke Breckterfield, zuletzt bei Baylor und Washington tätig, wird die Defensive Ends trainieren, während Luke Wells für die Tight Ends verantwortlich zeichnet. Zudem beförderte Scalley den langjährigen Cornerbacks-Coach Sharieff Shah zum Associate Head Coach und Mark Atuaia zum Assistant Head Coach.
Auch beim Rivalen BYU gibt es unter Cheftrainer Kalani Sitake Veränderungen. Kelly Poppinga, ein ehemaliger Linebacker der Universität, wurde zum Defensive Coordinator befördert. Unterstützung erhält er von Sione Pouha, der nun als Assistant Head Coach fungiert. Die Lücke, die durch den Abgang von Jernaro Gilford nach Michigan entstand, füllt Demario Warren. Der ehemalige Head Coach der Southern Utah University war zuletzt vier Jahre lang bei Boise State tätig und übernimmt nun die Betreuung der Cornerbacks bei den Cougars.
Erfolg für Utahs Basketball-Damen
Erfreuliche Nachrichten gibt es auch vom Basketball-Parkett: Das Damenteam von Utah konnte einen prestigeträchtigen Auswärtssieg im historischen Allen Fieldhouse gegen Kansas feiern. Obwohl die Mannschaft zur Halbzeit noch zurücklag, drehten die „Utes“ im dritten Viertel auf und sicherten sich am Ende einen knappen 62:59-Erfolg. Ein 7:0-Lauf zu Beginn der zweiten Hälfte brachte das nötige Momentum. Überragende Akteurin war Lani White mit 17 Punkten. Unterstützt wurde sie von Reese Ross, die neben 11 Zählern auch neun Rebounds beisteuerte, sowie von Chyra Evans mit 10 Punkten. Mit diesem Sieg verbessert Utah seine Saisonbilanz auf 12 Siege bei 4 Niederlagen und bestätigt die starke Form mit neun Gewinnen aus den letzten zehn Spielen.