Kettcar mit neuem Album ‚Zwischen den Runden‘ am 11. März live in der Columbiahalle

Es gibt Bands, bei denen erwartet man nicht viel. Dann gibt es welche, bei denen erwartet man gar nichts mehr, und es gibt Kettcar, von denen man genau das bekommt, was man möchte: Lyrischen, deutschsprachigen Indie-Rock mit textlich fundiertem Hintergrund.

Kettcar

© Andreas Hornoff

Da wären wir wieder bei Hamburg – meiner Perle – und Kettcar mit ihrem neuen Album „Zwischen den Runden“, welches bereits seit dem 10. Februar im Handel erhältlich ist. Vier Jahre nach „Sylt“ (2008) klingt das neue Album wieder etwas mehr nach ihren Anfängen. Irgendwo zwischen Gitarren-Pop und Indie-Rock und einem Hauch Hamburger Schule reiht sich der neue Longplayer in die Brigade der positiv stimmenden, aber trotzdem zum Nachdenken anregenden Indie-Rock Platten ein. War „Sylt“ noch rau, leicht depressiv, schürte Angst und Verweigerung und völliges Unverständnis, scheinen sich Kettcar nun aus dem zehrenden Sumpf zu befreien und die schon vor Jahren gewonnene Erkenntnis „Einsehen zum Schluss, das man weitermachen muss“ nun auch umzusetzen.

Die Anfänge der mittlerweile in die Jahre gekommenen Bandmitglieder waren mit ihrem Debütalbum „Du und wieviel von deinen Freunden“ im Jahr 2002 weitaus schwieriger. Da sich zunächst kein Plattenlabel fand, gründeten Marcus Wiebusch und Reimer Bustorff zusammen mit Thees Uhlmann von Tomte ihr eigenes Label Grand Hotel van Cleef (GHvC), und der Veröffentlichung stand nun nichts mehr im Wege. Ihr zweites Album „Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen“ folgte im Frühjahr 2005 und wurde zum endgültigen Durchbruch der Band. Songs wie „Balu“ und „Deiche“ gehören zu den wohl bekanntesten Songs der Band und sind noch heute das Highlight auf jedem Konzert. Auch Kritiker lobten die Platte in den höchsten Tönen. Themengebiete wie Liebe, Freundschaft, Träume, Hoffnung und Alltagssituationen fanden viele Anhänger. Authentizität ist wohl auch das, was die Band letztendlich ausmacht. Schließlich tragen wir ja alle unsere Gedanken mit uns herum, auf der Suche nach dem Sinn in dem fantastischen Spiel, bezeichnet als Leben. Bleibt zu sagen: Jungs, weitermachen! Denn wir wissen alle, am Ende des Tunnels folgt das Licht.

Wer sich von Kettcar live überzeugen möchte, sollte sich heute Abend zum Konzert in die Columbiahalle begeben. Den Support liefert Moritz Krämer, ein deutscher Musiker und Regisseur aus Berlin-Kreuzberg.

Tina Schwabe (mit Bildmaterial von Andreas Hornoff / Grand Hotel van Cleef)

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