Chartstürmer Gotye am 21. Februar live im Astra Kulturhaus Berlin

Kaum ein anderer ist derzeit so häufig auf den Playlists bekannter Radio- und Videosender wie er. Coverversionen seines Dauerbrenners „Somebody That I Used To Know“ machen die Runde durch soziale Netzwerke, und ständig kommen neue dazu. Die Rede ist vom Australier Gotye. Am 21. Februar gibt er in Berlin ein Konzert im Astra Kulturhaus.

Gotye

© James Bryans

Gotye (sprich: Gauthier) verzeichnete seinen ersten großen Erfolg in seinem Heimatland Australien bereits im Jahr 2006 mit seinem zweiten Album „Like Drawing Blood“. Auch in Großbritannien und den USA ließ der Erfolg nicht lange auf sich warten. Großes Aufsehen in den Staaten erregte Drew Barrymore, als sie das Lied „Learnalilgivinanlovin“ zu ihrem Lieblingslied kürte und es gleich in mehreren ihrer Filme verwendete. Fünf Jahre später, im Dezember 2011, erschien Gotyes drittes Studioalbum „Making Mirrors“.

Dem Album voraus ging die Singleauskopplung „Somebody that I used to know“ – zusammen mit der neuseeländischen Sängerin Kimbra. Das dazugehörige Musikvideo ist ein kleines Kunstwerk und erntete viele gute Kritiken. Der Song selbst animierte viele Musiker auf der ganzen Welt, ihn zu covern. Das wohl bekannteste ist wohl das Video der kanadischen Musiker Walk Off The Earth. Ihre Version von „Somebody That I used To Know“ wurde fast bekannter als das Original. Gotye selbst, eigentlicher Name Wouter „Wally“ De Backer, erreichte mit dem Song in mehr als fünf Ländern die Nummer Eins der Singlecharts.

Making Mirrors

"Making Mirrors"

Das aktuelle Album „Making Mirrors“ betrachte Gotye laut eigener Aussage mit anderen Augen. Seine Musikstücke seien mehr Sounds statt Songs. Streicher, Chöre, eine gebrauchte 100 Dollar-Lowrey Cotillion Orgel und diverse andere kuriose Instrumente gehören ganz selbstverständlich zu seinem Repertoire. Allein im Outback Australiens, 300 Kilometer von der nächsten nennenswerten Ortschaft entfernt, hatte er sich verschanzt und nutze die Zeit und Ruhe, seine Musik reifen zu lassen. Auf dem Grundstück seiner Eltern richtete er sich eine alte Scheune als sein Tonstudio ein und kreierte dort unter anderem Töne mit Hilfe von gewaltigen Zaunpfählen, welche durch Metallseile miteinander verbunden waren. Die Klänge von Chromaharp und einer Mbira verfeinerte er durch penibles Sampeln jedes einzelnen Tons. Mit akribischer Feinarbeit und dem Hang zum Perfektionismus entstand sein musikalisches Werk. Sein Album, so unglaublich detailreich und vielfältig, lässt die unterschiedlichsten Elemente von Dub, Motown Soul, Politik-Pop, Synth-Folk und Weltmusik miteinander verschmelzen. Ein wahrhaftiges Gesamtkunstwerk. Wer sich von dieser Vielfalt überzeugen möchte, kann dies am 21. Februar live im Astra Kulturhaus tun.

Tina Schwabe (mit Bildmaterial von Universal Music)

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