Wahlberliner Thomas Azier veröffentlicht erste EP ‚Hylas 001‘

Stadt der Künstler und DJs, Kreativmetropole, Club-Hauptstadt, Europäisches Zentrum der elektronischen Musik – dies sind nur einige Spitznamen der deutschen Hauptstadt, und sie alle meinen doch nur eins: Wer sich in der Elektro-Szene etablieren will, zieht nach Berlin. So auch Thomas Azier, ursprünglich aus den Niederlanden, und vielleicht DIE musikalische Neuentdeckung des Jahres!

Thomas Azier Pressefoto

Thomas Azier Pressefoto

Die Berliner Musikszene hat ihn inspiriert:
„In jedem Stück, das ich schreibe, steckt ein bisschen Berlin. Mein Sound hat sich hier entwickelt, wurde hier zu dem, was er heute ist.“
Wer Thomas Azier schon einmal live gesehen hat – zum Beispiel letztes Jahr im Levee Club (wir berichteten) – der weiß, dass die Electro- und Techno-Einflüsse der deutschen Hauptstadt in seiner Musik unverkennbar sind. Aber Thomas Aziers Musik ist nicht nur elektronisch, sondern gleichzeitig auch düster-darkwavig und dennoch äußerst vitalisierend. Zusammen mit seinen Bandmitgliedern Richard Veenstra und Nicolò Foglia erschafft er Klangstrukturen, die nur ansatzweise erahnen lassen, was Berlin mit dem in Leiden geborenen Stimmwunder angestellt hat: sieben Wohnungen in vier Jahren, jede Menge Auftragswerke für andere Künstler – u.a. schrieb Thomas Azier den Track „Lilablau“ für das Nr.-1-Album „Xoxo“ des gefeierten Rappers Casper; einen Synthesizer hatte er anfangs nicht, nur ein Piano und jede Menge Songideen; inzwischen ist seine Wohnung auch sein Studio.

Thomas Azier & Nick Foglio @ Levee Club, Berlin - © V. Streit

Thomas Azier & Nick Foglio @ Levee Club, Berlin - © V. Streit

Am 13. Januar 2012 erscheint Thomas Aziers erste EP auf dem eigens gegründeten Label „Hylas Records“ (die Songrechte liegen bei BMG Rights Management). Beim Auftritt im „Haus der Sinne“ (Prenzlauer Berg) am 29.12.2011 konnte man sich bereits eine Vorstellung davon machen, welch unglaubliche Energie die Tracks von „Hylas 001“ – so der Name der Scheibe – versprühen. Ja, EP steht hier auch für „episch“!
Seit Kurzem können Interessierte auf der niederländischen Webseite http://3voor12.vpro.nl/luisterpaal u.a. in die Songs „Red Eyes“, „Metropolitan Tribe“ und „How To Disappear“ hineinhören und sich selbst von den epischen Klängen und Thomas Aziers kräftiger, gänsehautverursachender Stimme überzeugen. Den Tag des EP-Releases verbringt der Wahlberliner beim Groninger Musikfestival Eurosonic, wo er abends mit seiner Band auftritt und am 14. Januar zusätzlich noch beim Noorderslag-Festival (ebenfalls in Groningen/Niederlande) spielen wird.

Demnächst folgen weitere Auftritte, natürlich auch in Berlin. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich ein Konzert nicht entgehen lassen: Thomas Azier – merkt euch diesen Namen!

Veronika Streit

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