Prolog am Brandenburger Tor – Tour de France soll in Berlin starten

Während die Entscheidung um den Sieg bei der Tour de France 2011 praktisch gefallen ist, laufen die Planungen für die kommenden Ausgaben bereits auf Hochtouren. In einigen Jahren soll die Große Schleife auch in der deutschen Hauptstadt Halt machen.

© Dieter Schütz / pixelio.de

Auch wenn das öffentliche Interesse in Deutschland nach den unzähligen Doping-Skandalen der vergangenen Jahre stark gelitten hat und wieder kein deutscher Fahrer in den Kampf um den Gesamtsieg eingreifen konnte, findet die Rundfahrt aus deutscher Sicht doch ein versöhnliches Ende. Auf der vorletzten Etappe konnte der Cottbusser Tony Martin das Einzelzeitfahren  für sich entscheiden und sorgte so nach Andre Greipel für den zweiten deutschen Tagessieg bei der diesjährigen Tour. Nun gibt es sogar Pläne, die Tour de France nach Berlin zu holen.

Wie der für Sport zuständige Staatssekretär Thomas Härtel dem Tagesspiegel bestätigte, stehen am Montag Gespräche zwischen Senat und den Veranstaltern der Tour de France an. Des Weiteren verriet Härtel, dass die Veranstalter von sich aus auf Berlin zugekommen seien. Im Gespräch ist die Austragung des Prologs zum Start der Tour im Jahr 2016 oder 2017. Zudem könnte in Berlin auch noch eine Etappe ausgetragen werden. Neben Sechs-Tage-Rennen und Velothon wäre dies ein drittes Radsport-Großereignis in der Sportstadt Berlin. Bereits im Jahr 1987 machte der Tour-Tross anlässlich der 750-Jahr-Feier der Spreemetropole einen Abstecher nach West-Berlin.

Ob der Berliner Jens Voigt, der in diesem Jahr seine 14. Frankreich-Rundfahrt verbuchen konnte – er ist nun zusammen mit Erik Zabel deutscher Rekordstarter bei der Großen Schleife – dann noch dabei sein wird, darf stark angezweifelt werden. Hatte der inzwischen fast 40-jährige Voigt doch bereits vor einigen Wochen erklärt, dass dies seine wahrscheinlich letzte Tour-Teilnahme gewesen sein wird. Die fünf oder sechs Jahre bis zum möglichen Heimrennen dürften wohl selbst für den Dauerbrenner unter Deutschlands Radprofis zu lange sein.

Martin Schlereth (mit Bildmaterial von pixelio.de)

 

 

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