Polizist begeht Überfall auf Postfiliale des Bundestags

UPDATE: Am Abend des Mittwoch, 6. Juli, kam es im Berliner Regierungsviertel zu einem Überfall der ungewöhnlichen Art. Ziel des Täters war demnach die Postfiliale im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, welches neben zahlreichen Büros und Sitzungssälen u.a. auch die Bibliothek des Bundestags beherbergt.

© Manfred Brueckels / wikipedia.org

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Es war gegen 19 Uhr, als es einem auffallend dunkel gekleideten Mann mit schwarzer Tasche gelang, den gesicherten Bereich im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (im Volksmund auch gern Waschmaschine genannt) unbefugterweise zu betreten. Kurz vor Dienstschluss betrat der Täter – es stellte sich nun heraus, dass dieser Polizist war – die Postfiliale des Bundestages und streckte die Angestellte unvermittelt mit einem nicht weiter beschriebenen Gegenstand nieder. Ob im Anschluss hieran auch etwaige Wertgegenstände oder aber Bargeld entwendet wurden, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Die Polizei war mit einer Vielzahl von Einsatzkräften vor Ort und sicherte die Spuren. Die Postangestellte wird noch zu den Umständen des Vorfalls befragt. Wie Polizeisprecher Frank Miller am Donnerstagmittag bestätigte, handelte es sich bei dem Täter um einen mit der Sicherung der Postfiliale beauftragten Polizisten. Dieser wurde mittlerweile tot in Berlin-Kaulsdorf aufgefunden – vermutlich hat er Selbstmord begangen.

Bernard Bruck (mit Bildmaterial von wikipedia.org)

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