48-Stunden-Neukölln | Das Kulturfestival bringt Luxus in den Kiez

Am Wochenende vom 17. bis zum 19. Juni 2011 findet das 13. Kunst- und Kulturfestival 48-Stunden-Neukölln statt. Für exakt 2 Tage von Freitag 19 Uhr bis Sonntag 19 Uhr verwandelt sich der gesamte Bezirk unter dem Motto „LUXUS NEUKÖLLN“ in eine große Ausstellungs- und Performancefläche.

© 48-stunden-neukoelln.de

Der Berliner Bezirk Neukölln hat neben nicht zu verleugnenden sozialen und wirtschaftlichen Problemen auch besonders mit einem Image-Problem zu kämpfen. Schafft er es einmal in die Schlagzeilen der Gazetten oder Fernsehsender, dann sind Hartz4, Kriminalität und Arbeitslosigkeit nicht weit. Doch gibt es fürwahr ein Leben neben Rütli-Schule, betrunkenen Großmüttern auf Sauftour mit ihren Enkeln oder Sozialhilfe. Für die einen ist Neukölln der kommende Trendbezirk, andere haben hier einfach ihr Zuhause, es ist ihr Kiez. Auf alle Fälle ist Neukölln vielfältig und bunt. Doch Luxus bringt man eher selten mit Neukölln in Zusammenhang.

Das Festival 2011 steht jedoch unter dem leicht irritierenden Motto „LUXUS NEUKÖLLN“. Für den diesjährigen Schirmherren, den Modedesigner Wolfgang Joop, ist Luxus eine metaphysische Bewusstseinsebene. Es ist, wie er in seinem Grußwort schreibt, „die Neugierde, ob das, was unter meiner Regie aus dem Mix meiner Erfahrung und Vision entsteht, Berechtigung hat, berührt, getragen oder gesehen zu werden“.

48 Stunden Neukölln, das bedeutet sowohl etablierte, aber auch neue private wie auch öffentliche Plätze mit Kunst zu füllen und somit in einen neuen Kontext zu stellen. Im vergangenen Jahr ließen sich etwa 70.000 Besucher vom kulturellen Angebot, von Tanz, Installationen und Theater, Musik und zahlreichen Aktionen faszinieren, inspirieren und zum Mitmachen animieren.

Um möglichst viele Attraktionen und Orte innerhalb der 48 Stunden genießen zu können, gibt es für die Festivalbesucher einen Shuttle-Service der ganz besonderen Art. Am Samstag können sich die Besucher von 14 bis 21 Uhr kostenlos zwischen der Neuen Nationalgalerie und der Neuköllner Oper in acht Limousinen herumchauffieren lassen. Zwischen 14 und 22 Uhr pendeln zudem neun original chinesische Fahrradrikschas zwischen Hermannplatz und Karl-Marx-Platz. Ein Highlight ist sicherlich das Schiffs-Shuttle. Am Samstag von 18 bis 22 Uhr sowie am Sonntag zwischen 11 und 18 Uhr startet die „Spreeprinzessin“ vom Anleger Wildenbruchbrücke und verwandelt sich dabei zur schwimmenden Bühne.

Das komplette Programm und weitere Informationen gibt es auf www.48-stunden-neukoelln.de.

Martin Schlereth (mit Bildmaterial von www.48-stunden-neukoelln.de)

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