KI.ZUNA – Japan-Benefiz-Festival in der Maria am Ostbahnhof

„Kizuna“ ist Japanisch und bedeutet so viel wie „tiefe (eigtl.: fesselartige) Verbundenheit“. Mit Japan verbunden fühlen sich in diesen Tagen in Berlin aber nicht nur die hier lebenden JapanerInnen, sondern jeder, der die Nachrichten um die Erdbeben-, Tsunami- und Nuklearkatastrophe im Land der aufgehenden Sonne mitverfolgt hat.

Hämmernde Electro-Sounds @ Maria am Ostbahnhof

© Veronika Streit

Der Wunsch zu helfen hat jetzt auch die Berliner Clubszene erreicht; und jeder, der diesen Wunsch ebenfalls verspürt, ist herzlich dazu eingeladen, am Sonntag, dem 8. Mai, ab 18 Uhr dabei zu sein, wenn in der Maria am Ostbahnhof die Crème de la Crème der berlinerisch-japanischen Musikszene aufspielt.

Los geht’s mit einer spannenden Kunstversteigerung des Werkstattkollektivs MehrSiebdruck. Danach sorgen verschiedene japanische Live-Acts für die musikalische Unterhaltung an diesem kunterbunten Abend. Wer auf House & Minimal steht, sollte auf keinen Fall Aerea Negrot, Akiko Kiyama, Shingo Suwa, Mieke Suzuki, Akirahawks und Kensike Ushio alias Agraph verpassen. Neben diesen spielen aber am Sonntagabend noch viele weitere japanische und japanophile Musiker in der Maria oder bedienen zu späterer Stunde die Plattenteller. Ein besonderes Highlight ist ganz sicher der aus Kobe stammende Ryo Fujimoto. Im Rahmen seines Projekts Humanelectro wird er aus dem Stegreif und mithilfe aller ihm zur Verfügung stehenden Mittel ausgefallene Soundscapes kreieren, d.h. musikalische Klanglandschaften, die mal zum Tanzen, mal zum Träumen, doch vor allem zum Staunen einladen. Außerdem gibt’s eine Japan-Fotoshow von Miguel Lopes und eine echt abgefahrene Performance der Mikadonauten, die noch viel mehr können als nur auf Stelzen zu laufen. Nebenbei wird gegrillt, gechillt und natürlich gesammelt, denn jeder eingenommene Cent geht an drei ausgesuchte Betterplace.org-Projekte, die von der Katastrophe betroffene Familien in Japan finanziell unterstützen, z.B. mit Überlebenskisten, Medikamenten und Schutzzelten. Selbstverständlich verzichten alle auftretenden Künstler sowie die gesamte Maria-Crew auf ihre Gage, Reisekosten etc. Wer selbst etwas spenden möchte, kann dies jederzeit auf http://de.betterplace.org/groups/kizuna-berlin tun.

Veronika Streit

 

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