Osterlachen in Kreuzberg | Gelächter statt Kirchenglocken

Ab Ostersamstag, 23. April, knüpft die Emmaus-Ölberg-Gemeinde an die Tradition des Osterlachens an und startet eine ungewöhnliche Kunstaktion. Statt dem Läuten der Kirchglocken wird bis zum 7. Mai ein Lachen vom Kirchturm ertönen.

© Georg Slickers / wikipedia.org
© Georg Slickers / wikipedia.org

Im Viertelstundenabstand ertönt ab Ostersamstag ein herzhaftes Lachen vom Kirchturm der Emmaus-Kirche in Berlin-Kreuzberg. Je näher man der vollen Stunde kommt, desto anhaltender und lauter ertönt das Gelächter. Gelacht wird täglich zwischen 10 und 18 Uhr. Drei Künstlerinnen aus Frankfurt am Main wollen mit dieser Aktion den Passanten einen Moment des Innehaltens verschaffen.

Osterlachen wird traditionell der Brauch genannt, die Kirchengemeinde in der Predigt an Ostern zum Lachen zu bringen. In einigen Regionen – vor allem aber in Bayern – war das Osterlachen im 14. bis 19. Jahrhundert ein fester Bestandteil des christlichen Brauchtums. Hierzu zählte es, der Gottesdienstgemeinde anlässlich der Predigt eine witzige Geschichte zu erzählen, welche die Menschen zum Lachen brachte. Der Grundgedanke des Osterlachens war, die Osterfreude zum Ausdruck zu bringen, ist auf Wikipedia nachzulesen.

Weitere Informationen zur Kunstaktion gibt es unter emmaus.de

Bernard Bruck (mit Bildmaterial von wikipedia.org)

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