Achtung Berlin | Das etwas andere Filmfestival

Vom 13. bis 20. April findet in Berlin das Filmfestival „Achtung Berlin“ statt. Gezeigt werden – wie soll es bei dem Namen auch anders sein – Filme aus unserer Hauptstadt. Dieses Jahr, so versprechen die Veranstalter „ist Musik drin“.

Zugegeben: Filmfestivals gibt es so einige. Das Filmfestival „Achtung Berlin – New Berlin Film Award“ allerdings darf zu jenen hinzugezählt werden, die eine Eigenart mitbringen.

© achtungberlin.de

© achtungberlin.de

Als „Festival für Neues Deutsches Kino aus Berlin und Brandenburg“, feiert man in diesem Jahr bereits die 7. Ausgabe einer kleinen, charmanten und äußerst vielversprechenden Festwoche. Von der „Romantic Kiez Comedy“ bis zu bildstarken Dokumentarfilmen zeigt das drittgrößte Filmfestival Berlins die Highlights und Perlen des laufenden Filmjahres.

Achtung berlin wirft in der Retrospektive seiner siebten Ausgabe einen Blick auf die Darstellung der Stadt Berlin im Musikfilm als Spiegel der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Jugend – und Subkulturen der letzten 60 Jahre in Ost und West. Angefangen mit den Revue- und Schlagerfilme der 50er und 60er Jahre zeigt die Retrospektive die von einem melancholisch-düsteren Lebensgefühl geprägten West-Berlin-Filme der 70er- und 80er, die Zeit in der auch internationalen Protagonisten des Punk- und Wave Underground wie David Bowie, Iggy Pop und Nick Cave ihren Arbeits- und Lebensmittelpunkt nach Berlin verlegten. Historische Dokumente sind auch die als „Disco-Filme“ bekannt gewordenen zwischen 1976 und 1985 von der DEFA produzierten Musikkurzfilme, die u.a. Bands wie CITY und KARAT portraitierten. Das Berlin der 90er Jahre war geprägt von der Technoszene und ihren Musiktempeln, allen voran dem TRESOR. Reflektiert wird in den Filmen aus dieser Zeit die Entwicklung des wiedervereinigten Berlin vom Geburtsort des Techno hin zu einem Sehnsuchtsort von Clubtouristen aus aller Welt.

Im Mittelpunkt des Festivals steht der bereits etablierte Wettbewerb „Made in Berlin-Brandenburg“ mit dotierten Preisen im Wert von über 20.000 Euro. Zudem präsentiert achtung berlin – new berlin film award in der beim Publikum äußerst beliebten Sektion HeimatFilme Spiel- und Dokumentarfilme mit kräftigem Lokalkolorit.

Filmprojekt Berliner Mauer Stafette
Auch die Zuschauer sind eingeladen selbst Teil eines Hauptstadt-Films zu werden. So hat es sich das Filmprojekt Berliner Mauer Stafette rund um Gerd Conradt  zur Aufgabe gemacht, am 17. April mit Freiwilligen den ersten Teil eines Films zu drehen. Der Mauerweg soll durch die Aktion weiter bekannt gemacht und als schützenswert bedacht werden. Die 50 freiwilligen Läufer und Läuferinnen starten an der Kirche der Versöhnung, der zentralen Gedenkstätte für die Mauer und tragen als Stafette eine Berliner Fahne. Von der Bernauer Straße geht es entlang des Mauerwegs zum Brandenburger Tor und von dort über Unter den Linden zum Kino Babylon . Die TeilnehmerInnen laufen jeweils ca. 200 Meter. Vor ihnen fährt eine Kamera, die den gesamten Lauf filmt. Noch am gleichen Abend gegen 20:30 Uhr soll der erste Teil des Films dann im Babylon vorgeführt werden. Alle Teilnehmer erhalten eine DVD, die Teilnahme schlägt mit 25,- EUR zu Buche.

Weitere Informationen sowie das vollständige Veranstaltungsprogramm findet man unter achtungberlin.de

Bernard Bruck (mit Bildmaterial von achtungberlin.de)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.