Kunsthaus Tacheles steht vor Versteigerung

Wie am Dienstag bekannt wurde, hat das Amtsgericht Mitte die immer mal wieder befürchtete und doch bisher nie stattgefundene Versteigerung des Kunsthauses Tacheles in der Oranienburgerstr. nun für den 4. April angesetzt.

© Helga Ewert / pixelio.de
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Nicht nur Berlin-Touristen und Kunstliebhabern aus aller Welt dürfte die Nachricht missfallen. Über das Ende des alternativen Kunsthauses Tacheles – es fehlt in keinem Berlin-Reiseführer – wurde ja seit Jahren spekuliert. Der diesjährige Frühling allerdings dürfte all diesen Diskussionen ein jähes Ende setzen. Das Objekt kommt unter den Hammer.

Wie das Amtsgericht in Berlin-Mitte bekannt gab, findet die öffentliche (Zwangs)Versteigerung des historischen Objektes in der Oranienburger Str. am 4. April um 10:30 im Gerichtsgebäude in der Littenstraße (Saal 208, 209) statt.

I support Tacheles

© tacheles.de

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Für die Erhaltung des seit 1990 von etlichen Künstlern genutzten Tacheles sprachen sich – neben tausenden Menschen aus dem In- und Ausland, welche sich in die Petititonsliste  eingetragen haben – auch etliche Politiker, allen voran der Regierende Bürgermeister Berlins, Klaus Wowereit (SPD), aus. Das Grundstück sowie der Rest des ehemals beeindruckenden Kaufhauses – heute eben als „Tacheles“ in aller Munde – werden von der HSH Nordbank verwaltet.

Bernard Bruck (mit Bildmaterial von pixelio.de)

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