Renate Künast: die neue Regierende Bürgermeisterin Berlins, oder?

Bereits seit Wochen haben es die Spatzen von den Dächern gepfiffen. So richtig überrascht war keiner, doch nun ist es offiziell: Renate Künast tritt nächstes Jahr gegen Amtsinhaber Klaus Wowereit im Kampf um das Bürgermeisteramt an.

© Eilmeldung / wikipedia.org

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Die 54-jährige Fraktionschefin der Grünen im Bundestag verkündete wie erwartet auf einer Veranstaltung im Museum für Kommunikation, dass Sie bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus im nächsten Jahr als Spitzenkandidatin gegen den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit antreten werde. Zwar ist die  Künast derzeit als Bundespolitikerin tätig, doch ist ihr die Arbeit im  Berliner Abgeordnetenhaus keineswegs fremd. Bereits 1985 zog die gebürtige Recklinghausenerin erstmals in in das Berliner Landesparlament ein.

Der „noch“ amtierende Bürgermeister Klaus Wowereit reagierte empfindlich und angriffslustig auf die Kampfansage der Grünen-Politikerin. Es reiche nicht, sich um das Amt zu bewerben, wenn einem Berlin eigentlich egal sei. Sollte Künast am 18. September tatsächlich als Siegerin aus den Wahlen hervorgehen, könnte Sie gleich in mehrfacher Hinsicht für ein Novum Sorgen. Sie wäre dann nicht nur die erste Regierende Bürgermeisterin in der Geschichte Berlins, sondern auch die erste grüne Chefin im Roten Rathaus. Und sollte nicht bei einer der zuvor stattfindenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Bremen oder Niedersachsen Sensationelles geschehen, wäre Sie das erste grüne Landesoberhaupt Deutschlands überhaupt. Darf man den derzeitigen Umfragen Glauben schenken, stehen ihre Chancen dafür gar nicht so schlecht. Die Umfragen der letzen Wochen bescheinigten den Bündnisgrünen an die 30 Prozent der Wählerstimmen. Ob sie dieses Hoch aufrechterhalten können, bleibt abzuwarten.

Martin Schlereth (mit Bildmaterial von wikipedia.org)

2 comments

  1. buch leser

    Tja in knapp einem Jahr sind die Wahlen in Berlin und schon gehts mit den Nettigkeiten los. Der Wowereit hat wohl Angst um sein Amt und schlägt schon um sich. Die Grünen würden entzaubert, wenn sie sich bald den „harten Problemen der Gesellschaft“ widmen müssten. Auf der anderen Seite kann die Künast mal wirklich zeigen, was sie so drauf hat. Vielleicht ganz gut, dass das vor der nächsten Bundestagswahl passiert. Ein Erfolg wird die Grünen sicher stärken. Ein Misserfolg wird sie entzaubern. Wir werden sehen.

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