Rainald Grebe – Wahn, Witz und Ironie zur Uraufführung im Admiralspalast

Kürzlich erst, am 26. Oktober, feierte Rainald Grebes neues Programm (das Hauptstadtstudio berichtete) Premiere im Admiralspalast. Jahrelang sang er allein am Klavier oder mit Gitarre – mittlerweile begleitet ihn jedoch sein ganz eigenes Orchester.

Kurz nach 20 Uhr betrat eine weiße Gestalt mit einem riesigen Blashorn aus Plaste die Bühne. Es ertönten urische Geräusche gefolgt von Herrn Grebe, wie gewöhnlich in seiner Alltagskluft bestehend aus Indianerkopfschmuck und Bademantel. Lange bevor die Show begann, gesellte sich heimlich ein älterer Herr mit Papiertüchern in den Ohren und einer Tageszeitung in der Hand auf die Bühne. Erhard „die Bratsche aus Bernau“ Starke, ein ehemaliges Mitglied des Berliner Sinfonie Orchesters, ist nun neben Helmut Katzer, Ludwig Geisler und Horst Krause Mitglied in Grebes Orchester der Versöhnung. Seine Musiker wirken allesamt, mit ihren orientalischen Kostümen oder komischen Masken, ein wenig kurios, begeistern jedoch und mit einer großen Instrumentenvielfalt. Grebe singt bedeutende Lieder über Afrika, Sachsen-Anhalt, dem dicken Rolf und den 90er Jahren. Mit seinen in die Jahre gekommenden Kollegen an den Streichern scherzt er über das Leben im Alter und fordert ganz nebenbei sein Publikum zum sogenannten „Handtaschentanz“ auf. Die Hymne auf den Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg stößt beim Publikum auf ganz besondere Begeisterung und erntet tosenden Applaus.

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Rainald Grebe, der „Diktator der Herzen“, bietet ein wundervoll vielfältiges Programm und  spielt noch bis zum 7.11 im Admiralspalast Lieder über Brandenburg, seine Ex Freundin Dörte und den Maik aus Cottbus. Karten sind an allen bekannten Vorverkaufstellen – und HIER erhältlich. Lasst euch das nicht entgehen!

Und wenn Grebe sagt: „Pasewalk liegt in Brandenburg, wenn ich das sag“ dann glauben wir ihm das auch,

Tina Schwabe

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