Eurovision Song Contest 2011: Berlin geht leer aus

Nun steht es fest: Der Eurovision Song Contest 2011 wird in Düsseldorf und nicht – wie von so manchem erwartet – in Berlin stattfinden. Lena Meyer-Landruts positive Ausstrahlung, so die WDR-Intendantin Monika Piel, passe auch sehr gut zum „rheinischen Lebensgefühl“.

© eurovision.blog.de

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Letzten Endes war es nicht nur die Gewinnerin des letzten Eurovision Song Contest in Oslo, Lena Meyer-Landrut, die Berlin gerne den Zuschlag für die Austragung des nächsten Song Contests gegeben hätte. Nachdem allerdings nicht die Gewinnerin selbst, sondern die Intendanten der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten das Sagen über den innerdeutschen Austragungsort des Wettbewerbs haben, fiel die Wahl nun auf die nordrhein-westfälische Hauptstadt Düsseldorf.

Insgesamt 2 mal stattete eine eigens hierfür von den Anstalten beauftragte „Expertengruppe“ den jeweiligen Kandidaten Berlin, Hamburg, Hannover (Lena’s Heimatstadt) und eben Düsseldorf einen Besuch ab. Herauszufanden galt es hierbei, welche der Städte sich am besten zur Austragung des ESC 2011 eignet. Nach Meinung der Experten, welche ihren schlussendlichen Bericht Ende vergangener Woche vorlegten, ist dies Düsseldorf. Ausschlaggebend war hier auch, dass die Fortuna Düsseldorf im Falles eines Zuschlags während dem Zeitraum der Planung und schlussendlichen Austragung des seit 1956 alljährlich ausgetragenen Musikwettbewerbs auf ihr Heimstadion, die ESPRIT Arena, verzichten würde. Die Arena diente – dies sei nur beiläufig erwähnt – unter vielen anderen auch dem Entdecker Lenas, Stefan Raab zur Austragung seines „TV total Stock Car Crash Challenge“.

In Berlin bedauert man die Entscheidung sehr. Nachdem die O2-Arena nicht über die Dauer der Vorbereitungen des ESC 2011 zur Verfügung stand, bot man den entscheidungstragenden Intendanten den geschichtsträchtigen ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof feil. „Als einziger Bewerber konnte Berlin mit einem magischen Ort wie dem ehemaligen Flughafen Tempelhof aufwarten. Eine eigens konstruierte, überdachte Bühne hätte unglaubliche Bilder für Deutschland produziert. Schade.“, so Burkhard Kieker (Geschäftsführer visitBerlin).  Den Verzicht die deutsche Hauptstadt als Austragungsort für den Eurovision Song Contest 2011 zu benennen, hält Kieker indes für „nur schwer vermittelbar“. Dennoch möchte man Düsseldorf gratulieren, so die entsprechende Pressemeldung.

Et kütt wie et kütt, so ein rheinischer Spruch. Dem möchte auch das Hauptstadtstudio sich in diesem Fall anschließen. Selbstverständlich hätten wir Berlin den Zuschlag gewünscht. An Austragungsorten und der richtigen Stimmung hätte es nicht gefehlt. Nichtsdestoweniger sind wir der festen Überzeugung, dass mit der für Deutschland antretenden Lena Meyer-Landrut der Preis ohnehin an Deutschland und nicht Düsseldorf geht.

Bernard Bruck (mit Bildmaterial von eurovision.blog.de)

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