O’zapft is! Berlin läutet Oktoberfestsaison ein

O’zapft is! Nicht in München, sondern in Berlin fand der Auftakt zum Oktoberfest statt. Während man in der bayerischen Landeshauptstadt noch bis zum Samstag auf den Start der Wies’n warten muss, wird in der Bundeshauptstadt schon nach Münchner Vorbild gefeiert.

© Uli Carthäuser / pixelio.de

Eigentlich sollte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer das – inzwischen auch in Berlin – traditionelle Oktoberfest offiziell eröffnen und der Veranstaltung den weiß-blauen Segen geben, doch blieb der CSU-Chef auf der Autobahn stecken. Infolgedessen vertrat der Fraktionsvorsitzende der Union Volker Kauder – ein Baden-Würtemberger – den verhinderten bayerischen Landesvater beim Bieranstich im Festzelt auf dem Alexanderplatz. Das Oktoberfest im Schatten des Fernsehturms macht seinem Namen nicht allzu viel Ehre, denn es endet bereits am 21. September.

Somit ist es eher als Appetitanreger zu sehen, denn nicht nur in Berlin Mitte herrscht bayerische Bierseeligkeit. Bereits vergangenen Freitag startete die Spree-Wiesn in der Invalidenstraße gegenüber dem Hamburger Bahnhof . Fast an gleicher Stelle hat auch das FELIX-Oktoberfest bis zum 25. September seine Zelte, bzw. seine Almhütte aufgeschlagen. Das „Original-Berliner Oktoberfest“ findet in seiner 60. Ausgabe auf dem Zentralen Festplatz Berlin am Kurt-Schumacher-Damm statt. Am 24. September heißt es auch hier: O’zapft is! oder wie die Veranstalter ergänzen „Anjezapft isset!“. Echte Bayern müssen nicht nur aufgrund dieser Berlinisierung ganz tapfer sein. Des Weiteren erwarten den geneigten Oktoberfestbesucher „auf 1.500 m² eine bayerische Erlebniswelt“. Heuballen, Bierbänke und nicht zuletzt eine „urig rustikale Berwelt“ sorgen für weiß-blaue Glückseeligkeit. Hauptsache das Bier wird in richtigen Maßkrügen (mit kurzem ‚a‘ gesprochen, NICHT: Maaskrügen!) bestellt und serviert. Spree-Wiesn und Original-Berliner Oktoberfest sind bis zum 10. Oktober geöffnet.

Martin Schlereth (mit Bildmaterial von pixelio.de)

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