Berlin gedenkt dem Mauerbau vor 49 Jahren

Am Freitag, 13. August, gedachten die Berliner dem Mauerbau vor 49 Jahren. Am 13. August 1961 begann die DDR-Führung damit die spätere Berliner Mauer, welche Deutschland 28 Jahre trennte, zu errichten. Sie sollte die massenhafte Flucht nach West-Berlin verhindern.

© bundesregierung.de

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Mit gleich mehreren Veranstaltungen gedachte man am Freitag in Berlin dem Mauerbau von vor 49 Jahren. Der regierende Bürgermeister Berlins, Klaus Wowereit (SPD), betonte die Erinnerung an eben jenes Ereignis schärfe „den Sinn für den Wert von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat“. Gleichzeitig legte Wowereit einen Kranz an der Mauergedenkstätte unweit des Mauerparks in der Bernauer Straße nieder. Gerade für die junge Generation, welche nach dem Fall der Mauer und der deutschen Wiedervereinigung geboren sei, ist der Begriff „Freiheit“ zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Dass eben jener Freiheit – speziell in Berlin – historische Ereignisse vorausgingen, ist speziell jungen Leuten nicht immer bewusst. Nicht zuletzt deswegen, müsse die Erinnerung an den Bau der Berliner Mauer aufrecht erhalten werden, so der regierende Bürgermeister weiter. Die Aufarbeitung der SED-Diktatur und ihrer Folgen sei keineswegs abgeschlossen. Demokratie, so Wowereit, müsse „täglich gelebt und regelmäßig verteidigt werden“.

Dort, wo 1985 die Versöhnungskirche an der Bernauer Straße gesprengt wurde und eine neue Kapelle der Versöhnung auf den Fundamenten aufgebaut wurde, erinnerte Gemeindepfarrer Manfred Fischer in seiner Andacht an die zahlreichen und bis heute nicht zuverlässig bezifferten Opfer der innerdeutschen Teilung. Das Gedenken an die Opfer des DDR-Regimes, so Fischer, „muss lebendig bleiben“.

Britzer Allee wird Chris-Gueffroy-Allee

Anlässlich des 49 Jahres nach dem Bau der Mauer wurde die Britzer Allee zwischen Neukölln und Köpenick in Chris-Gueffroy-Allee umbenannt. Der 20jährige Kellner, Chris Gueffroy,  der in der Nacht auf den 6. Februar 1989 versuchte durch den Britzer Kanal in den Westen zu fliehen, wurde von Grenzern der Deutschen Demokratischen Republik bei seinem Fluchtversuch ertappt und erschossen. Wenige Monate nach seinem Tod fiel die Mauer schlussendlich.

Bernard Bruck (mit Bildmaterial des Presse- und Informationsdienstes der Bundesregierung)

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