Spandauer, Sachsen und Apachen bei der Völkerball-WM am Oststrand

Vom 29. Juli bis zum 1. August trifft sich die Crème de la Crème des Völkerballsports am Oststrand hinter der East Side Gallery, um im Rahmen der 8. StrandVÖLKERball-WM das beste aller Völkerballvölker zu ermitteln. Um den Titel konkurrieren 15 Mannschaften aus aller Herrenländer bzw. -bezirken.

© Jens Bredehorn / pixelio.de

Die meisten werden sich bei Völkerball noch an den Sportunterricht in der Schule erinnern. Aber dass es auch eine Weltmeisterschaft gibt, ist weithin unbekannt. Dabei handelt es sich hierbei um eine der härtesten Ballsportarten überhaupt. Versucht man anderswo den Ball über ein Netz, eine Linie, in ein Tor oder wahlweise auch einen Korb zu befördern, so ist beim Völkerball einzig und allein der Gegenspieler das Ziel. Denn diesen gilt es mit dem Ball abzuschießen.

Dass das Ganze mit einem Augenzwinkern gesehen wird, erkennt man bereits beim Blick auf das Teilnehmerfeld. So gehen bei diesem Turnier nicht, wie man es von anderen Sportarten kennt, Nationalmannschaften im klassischen Sinne an den Start, sondern „Volksgruppen“. Statt einer Deutschen Nationalmannschaft  kämpfen hier beispielsweise die Münsterländer um den Titel, welchen wiederum die Apachen verteidigen möchten. Aber auch die Radio-Atzen, die Hessen, Marokkaner, Schweden, Kap Verdener, Arkoniden, Argentinier, Sachsen, das R-Volk, Spandauer, Amerikaner, Preußen und nicht zuletzt die Grönländer werden im Kampf um den „Völker-Globe“ alles geben, um ihrem Volk Ehre zu erweisen.

Gespielt wird zunächst bis Samstag in drei Fünfergruppen. Der Titelträger wird schließlich in den Finalspielen am Sonntag ermittelt. Jede Mannschaft besteht aus acht Spielern, von denen mindestens vier weiblich sein müssen. Neben spielerischem Geschick werden die Mannschaften auch kulturelle Eigenheiten zur Schau stellen – Preußen-Schnurbärte und Sumo-Ringer inklusive. Den Zuschauer erwarten somit sportliche Action im Sand und ein buntes Rahmenprogramm. Der Eintritt ist frei.

Martin Schlereth (mit Bildmaterial von pixelio.de)

2 comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.