Love is in the air | Liebeskranker füllt Sommerloch

Vor 3 Tagen noch kletterte er in Berlins Mitte auf einem Kran herum, miemte den verzweifelt Selbstmordgefährdeten und hielt somit nicht nur die Einsatzkräfte in Atem. Ein Erklärungsversuch hierfür folgt prompt  – per Fotointerview in der B.Z.

© Rainer Sturm / pixelio.de
© Rainer Sturm / pixelio.de

So richtig gut lief es für Peter W. (46) – seines Zeichens Gerüstbauer – noch nie in Sachen Liebe. Nachdem er 2 Ehen hinter sich hat, erwies sich auch der vergangene Montag als nicht irrsinnig zweckdienlich auf Beziehungsebene. Kurzerhand entschloss sich Peter dazu ein Signal zu setzen. Er setzte an. Glaubt man der B.Z, so dokumentierte man nachher seitens der Polizei einen Blutalkoholwert von soliden 2 Promille.

Seinen Frust über den vorangegangenen Streit mit seiner Verlobten Bettina aber, wollte Peter nicht mit sich allein ausmachen. Als Aufsteiger fühlte er sich zu Höherem berufen. Durch seine beruflichen Kompetenzen und den Alkohol beschleunigt, erklomm er in der Bochumer Straße einen Kran. In 40 Meter Höhe, tänzelte der „KranSinnige“ (so wiederum die B.Z) von Stahlstrebe zu Stahlstrebe – unter ihm die Spree. Eine Stunde lang narrte er die Polizei in der angeblichen Absicht sich vom Kran zu stürzen. Nach Verhandlungen gab er an seine Verlobte sehen zu wollen, die ihm auch zugeführt wurde. Überredet und wohl auch übermüdet ließ Peter von seinem vorgetäuschten Suizidversuch ab.

Soweit, so gut. Wieso Peter nun aber der B.Z. und nicht vielmehr dem Richter Rede und Antwort steht, darüber darf gemunkelt werden. Nachdem er wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen war, wurde Peter ein Rundgang durch die psychiatrische Abteilung gewährt. Die Kosten über den Rettungseinsatz von geschätzten 10.000 EUR muss er indes nicht zahlen. Die wird der Bürger für das Live-Spektakel aufbringen müssen. Der Sprecher der Berliner Feuerwehr Jens-Peter Wilke (42) im „Exklusivinterview“: „Wir stellen ihm nichts in Rechnung, weil wir von einer psychischen Erkrankung ausgehen.“

Peter hat die Show übrigens schon mal gebracht, wusste er im FotoInterview der B.Z. ganz selbstbewusst zu berichten. „Das war vor 20 Jahren, in Kiel. Ich wollte testen, ob meine Freundin mich noch liebt“.

Bernard Bruck (mit Informationen von bz-berlin.de und Bildmaterial von pixelio.de)

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