UNESCO-Weltkulturerbe „Weiße Stadt“ in Reinickendorf wird saniert

Wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bekannt gab, erhält die knapp 80 Jahre Siedlungsanlage „Weiße Stadt“ in den nächsten Jahren mehr als nur einen neuen Anstrich. Für knapp 2,25 Millionen Euro soll das UNESCO-Weltkulturerbe saniert werden.

© Marbot / wikipedia.de

Die Siedlungsanlage in Berlin-Reinickendorf wurde zwischen den Jahren 1928 und 1931 entlang der Schillerpromenade (heute Aroser Allee)  errichtet. Aufgrund des einheitlich weißen Verputzes der Gebäude erhielt die Siedlung im Volksmund bald den Namen „Weiße Stadt“. Die Siedlung umfasst auch Straßen wie die Baseler Straße, Emmentaler Straße, Genfer Straße oder die Gotthardstraße, weshalb die Siedlung auch unter dem Namen Schweizer Viertel bekannt ist. Die „Weiße Stadt“ zählt wie die Neuköllner Großsiedlung Britz (Hufeisensiedlung) oder die Großsiedlung Siemensstadt (Ringsiedlung) zu den bedeutenden Siedlungen der Berliner Moderne, welche seit dem Jahr 2008 auf der Liste des Kulturerbes der UNESCO stehen.

Zwei Drittel der Kosten für die Sanierung der rund 1.300 Wohnungen werden vom Bund übernommen. Die restlichen 750.000 Euro steuert das Land Berlin bei. Die Arbeiten werden vorraussichtlich 2014  abgeschlossen sein.

Martin Schlereth (mit Bildmaterial von wikipedia.de)

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