Rekordtemperaturen bringen Berlin ins Schwitzen

Berlin glüht, schwitzt und keucht. Nie zuvor wurden hier solche Höchsttemperaturen gemessen. Am Montag, 12. Juli, wurden in einigen Berliner Stadtbezirken bis zu 39° Celcius gemessen. Nachdem der Winter ein besonders kalter war, verspricht der Sommer ein brutal warmer zu werden.

© Jörg Jahn / wikipedia.org

Wenige Monate nur ist es her, da wünschte man sich bibbernd vor Kälte wärmere Tage herbei. Bis zu -19°C wurden erfasst, die Bürgersteige wollten nicht abfrieren, der Streusand lag auch Monate nachher noch auf den Straßen verteilt. Das alles ist passé.

Aktuell schwitzt Berlin und das richtig. Die Schwimmbäder, Seestrände und Strandbars sind überfüllt und quellen nur so über. Wortwörtlich erhitzte Gemüter sind vorprogrammiert. Der Platzkampf – sonst nur aus dem Urlaub bekannt – ist auch hier anzutreffen. Im Columbiabad in Berlin-Neukölln kam es am vergangenen Wochenende zu einer Rangelei zwischen 60 Jugendlichen infolge dessen das Freibad vorzeitig den Betrieb einstellte. Auch in einigen Parks findet man wochenends kein ruhiges bzw. unbesetztes Plätzchen mehr.

Die S-Bahnen sind nicht nur überlaufen sondern auch glühend heiß, weil größtenteils unklimatisiert. In einigen ICE‘-Zügen kam es zum Komplettausfall der Klimatisierungsanlage. So wurde der Heimweg vom Klassenausflug einer Gruppe von Schülern zum Verhängnis. Nachdem die Tempertur auf dem Weg nach Berlin auf über 50° Celcius stieg, kollabierten einige der überdursteten Schüler.  In Bielefeld endete die Reise für 9 der Jugendlichen im Krankenhaus. In anderen ICE der deutschen Bahn kam es ebenfalls zu Ausfällen der Klimaanlage. Mittlerweile zeigt man sich selbst von seiten der Bundesregierung empört über die Anzahl dieser sich häufenden Pannen.

© Brit Berlin / pixelio.de
© Brit Berlin / pixelio.de

Obwohl keine wirkliche Abkühlung in Sicht ist, versicherte der Sprecher der Berliner Wasserbetriebe, Stephan Natz, dass die Kapazitäten an Trinkwasser keineswegs ausgelastet sind. Aus Sicht der Wasserbetriebe bedauert man vielmehr, dass die Abwasserkanäle durch den ausbleibenden Regen zu stinken anfangen. Und in der Tat: Speziell an vielbesuchten Orten ist ein spezieller, nicht unbedingt angenehmer Duft zu vernehmen. Bäume und Parks leiden unter der anhaltenden Trockenheit.

Um der Hitze auch nur irgendwie körperlich vorzubeugen sei es empfohlen mindestens 3 Liter Wasser täglich zu sich zu nehmen. Dunkle Kleidung sollte einer hellen und luftigen weichen. Körperliche Anstrengungen – sofern denn möglich – ausbleiben. Hier und da lässt sich eine Sprinkleranlage, ein Gartenschlauch oder aber eine Wasserpumpe zur Erfrischung auffinden.

Bernard Bruck (mit Bildmaterial von pixelio.de)

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