Berliner Tierheim bereits jetzt überfüllt

Wenige Tage vor dem Beginn der Sommerferien sind die Tierhäuser in Berlin-Falkenberg bereits jetzt hoffnungslos überfüllt. Die Zahl unüberlegt angeschaffener und speziell zu dieser Saison oftmals vernachlässigter Tiere will nicht sinken. Im Gegenteil…

© Klaus Steves / pixelio.de
© Klaus Steves / pixelio.de

“Gerade Kleintiere werden gerne schnell und unüberlegt angeschafft und wenn sie lästig werden, einfach ausgesetzt“, berichtet Wolfgang Apel, Präsident des Tierschutzvereins Berlin und des Deutschen Tierschutzbundes. Über 1.450 Tiere warten aktuell auf neue Besitzer, darunter 290 Hunde, 650 Katzen, 180 Kleintiere, 67 Vögel, 12 Huftiere und 130 Schildkröten und Reptilien. Die Kapazitäten des Tierheims sind somit bereits vor den Sommerferien vollends ausgeschöpft.

Täglich sollen nach Angaben des Vereins rund 15 neue Katzen oder aber sonstige Kleintiere hinzukommen. Vor wenigen Tagen erst fanden Mitarbeiter des Tierheims einen Karton mit 8 Kaninchen vor der Einrichtung. Die Gründe warum diese Tiere ihr Dasein so fristen müssen sind vielfältig. Gerade in der Sommerzeit sind viele Aufgrund von Urlaub, Umzug oder aber ein genereller Zeitmangel lassen vielen oftmals keine andere Möglichkeit als sich von ihren Haustieren zu trennen. Dass dies allerdings nicht immer auf würdevollem Wege geschieht, ist das eigentlich Schockierende. Vielfach werden Hund, Katz, Maus und Co. ganz einfach ihrem eigenen Schicksal überlassen. Schaffen sie es dennoch bis ins Tierheim, so ist zumindest der Kampf ums Überleben gewonnen.

Dass die Mitarbeiter des Tierheims bei der Bewerkstelligung auf Hilfe von aussen angewiesen ist, scheint klar. Helfen kann man dabei auf vielfältige Art und Weise. Neben dem überlegten Anschaffen eines Tieres aus dem Tierheim sind auch Spenden oder aber eine ehrenamtliche Mitarbeit immer erwünscht.

Bernard Bruck (mit Bildmaterial von pixelio.de)

1 comment

  1. Schade, wie manche Menschen mit den Tieren umgehen. Ich hatte gerade eine Idee, in der es eine Art gemeinsamen Bauernhof für Tierfreunde gibt und das mitten in der Stadt. Dort könnten sich gleichgesinnte Treffen und für die Tiere sorgen. Damit wäre glaub ich allen geholfen.

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