Berlin erinnert an Bücherverbrennung

Am heutigen 10. Mai gedenken zahlreiche Berliner – Personen des öffentlichen Lebens, wie auch Einheimische – am Bebelplatz in Berlin-Mitte der Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933. Neben Klaus Wowereit (SPD), wird es auch Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) sein, welche sich dem traurigen Kapitel annehmen und als Redner präsent sind.

© Rainer Kregovski / pixelio.de

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Schon am Vormittag ist der Bebelplatz – der frühere Berliner Opernplatz – Austragungsort für verschiedene Aktionen welche an die Bücherverbrennung der Nazis erinnern und mahnen soll. So finden Lesungen von Werken statt, welche der Verbrennungsaktion der Nazischergen zum Opfer gefallen sind. Unter zahlreichen anderen auch wird die 100-jährige Autorin und Zeitzeugin Elfriede Brüning, nebst der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde, Lala Süsskind, erwartet.

Am 10. Mai 1933 wurden allein am heutigen Bebelplatz über 20.000 Werke zahlreicher Autoren, ob jüdisch, linkspolitisch oder einfach nur pazifistisch orientiert, von den Nationalsozialisten symbolisch verbrannt. Seit dem Jahr 1995 erinnert das unterirdische Denkmal des israelischen Künstlers Micha Ullmann an die Bücherverbrennung auf dem Bebelplatz.

Bernard Bruck (mit Bildmaterial von pixelio.de)

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