Snooker-Elite gibt sich in Berlin die Ehre

Derzeit blickt die gesamte Snooker-Welt wieder gebannt nach Sheffield. Im altehrwürdigen Crucible Theatre, dem Mekka des Snookersports, findet gerade die jährliche Weltmeisterschaft dieser urbritischen Sportart statt. Nun darf sich auch Berlin auf ein Snooker-Event der Extraklasse freuen.

© Thomas Schippl / pixelio.de

Nicht zuletzt durch die ausführlichen Live-Übertragungen von Eurosport wuchs in den letzten Jahren auch in Deutschland die Snooker-Fangemeinde stetig an. Dennoch konnten in den letzten Jahren weder deutsche Spieler in die Weltelite vordringen, noch wurden große Turniere in Deutschland abgehalten. Doch nun hat das Warten ein Ende. Nach 14 langen Jahren wird es wieder ein Profi-Turnier in Deutschland geben. Und mehr noch: das German Masters erhält auf Anhieb den Status eines Weltranglisten-Turnieres und zählt somit zu den sieben Top-Turnieren der Tour. Daher werden vom 02. bis 06. Februar auch die großen Stars der Szene, angefangen von Ronnie „The Rocket“ O’Sullivan bis hin zu John Higgins oder Ali Carter im Tempodrom um Ranglistenpunkte, Frames und 300.000 EUR Preisgeld kämpfen. Neben den Top 16 der Weltrangliste werden auch 16 Qualifikanten am Turnier teilnehmen. Vielleicht schafft es ja doch auch ein Lokalmatador in die illustre Runde.

Unterdessen zeigen die laufenden Titekämpfe in Sheffield wieder, wie spannend und überraschend Snooker sein kann. Sowohl der Titelverteidiger John Higgins als auch der Topstar der Szene und Weltranglistenerste Ronnie O’Sullivan sind vorzeitig ausgeschieden. Die Halbfinals bestreiten Neil Robertson und Ali Carter sowie Graeme Dott und Mark Selby. Das Finale findet von Sonntag bis Montag statt. Es bleibt abzuwarten, ob es wieder zu einem derartig legendären Endspiel wie 1985 kommt. Die Partie zwischen Steve Davis und Dennis Taylor dauerte insgesamt 14 Stunden und 50 Minuten.  Obwohl das Duell erst nach Mitternacht endete, verfolgten es mehr als 18 Millionen Briten vor ihrem Fernseher – Rekord für eine Sportübertragung. Da kann nicht einmal Fußball mithalten; und das im Mutterland des selbigen. Hierzulande ist dies unvorstellbar – bisher.

Martin Schlereth (mit Bildmaterial von pixelio.de)

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