ALBA Berlin Europacup-Zweiter

Der Traum vom zweiten Europacup-Triumph nach dem Gewinn des Korac-Cups 1995 währte nur kurz. Einen Tag nach dem überraschenden Halbfinal-Sieg gegen Bizkaia Bilbao, mussten die Albatrosse am Sonntag im Endspiel des Final-Four-Turniers eine derbe 44:67 (22:36) Klatsche gegen Power Electronics Valencia hinnehmen.

© RainerSturm / pixelio.de

Lediglich im 1. Viertel konnten die Hauptstädter die Partie offen gestalten. Im weiteren Verlauf zogen die Spanier jedoch uneinholbar davon. Größtes Manko von ALBA war die schwache Offensive. Mit lediglich 44 erzielten Punkten stellte der 8-malige Deutsche Meister einen Negativrekord auf. Noch nie erzielte eine Mannschaft weniger Punkte in einem Europacupfinale.

Doch trotz des ernüchternden Ausgangs, zieht Geschäftsführer Marco Baldi bei SPOX.com eine positive Bilanz. Der Auftritt der Berliner würde nicht nur ALBA nützen, sondern habe das Ansehen des gesamten deutschen Basketballs genutzt. Die Basketball-Bundesliga BBL habe mit dem Zugpferd ALBA „das Potenzial, sich zur besten Liga Europas zu entwickeln.“

Derweil haben ALBA-Spieler und Verantwortliche genügend Zeit, eine ausführliche Fehleranalyse durchzuführen. Eyjafjalla sei Dank trat der ALBA-Tross am Montagmorgen eine voraussichtlich 30-stündige Busreise vom baskischen Vitoria nach Berlin an. Bleibt zu hoffen, dass sich die kräftezehrende Fahrt nicht negativ auf den Meisterschafts-Endspurt auswirkt. Nach Herthas Fast-schon-sicher-Abstieg und dem vorzeitigen Play-Off-Aus der Eisbären ruhen die sportlichen Hoffnungen der Hauptstadt nun auf den Albatrossen.

Martin Schlereth (mit Bildmaterial von pixelio.de)

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