Budenzauber oder Schluss mit Lustig?

Der Alex – Berlins berühmtester Platz wird jetzt zum Diskussionsthema in der hiesigen Regionalpolitik. Der Grund hierfür sind die Billig-Buden, die 25-mal im Jahr auf dem Alexanderplatz zu diversen Veranstaltungen aufgestellt werden.

© Peter Kirchhoff / pixelio.de

© Peter Kirchhoff / pixelio.de

Wie bild.de berichtete ist der Budenzauber auf dem Alexanderplatz einigen Politikern ein Dorn im Auge. Essens-Gestank, Sauf-Gelage und laute Party-Musik lassen keinen Ruhe für ein entspanntes Schlendern über den besagten Platz.

„Der Alex muss sich vom Image einer Billig-Meile befreien“, sagt Uwe Lehmann-Brauns (71, CDU). „Der Platz ist schlicht überstrapaziert mit Veranstaltungen auf unterstem Niveau“, klagt sein FDP-Kollege Klaus-Peter von Lüdeke (62).

Dagegen protestiert Veranstalter Arnold Bergmann: „Seit 20 Jahren bin ich hier, seitdem steigt die Qualität. Zu Ostern haben wir einen Glockenturm, Hütten aus Österreich und Blumenschmuck für 4000 Euro.“ Auch der Geschäftsführer der Galeria Kaufhof, Detlef Steffens (62) spricht sich positiv für den Rummel aus: „Die Märkte beleben den Platz und den Umsatz.“

Das Hauptstadtstudio war vor Ort und hat sich einmal ein Bild von der Thematik gemacht. Zu nachmittaglichen Stunden war der Platz nicht sehr belebt. Vor einem großen „Bier-Pilz“ stand eine kleine Bühne, wo der ein oder andere Alleinunterhalter mit angenehmer und keineswegs lauter Musik für ein wenig Unterhaltung sorgte. Davor befanden sich ein paar Biertisch-Garnituren. Von Essens-Gestank oder Sauf-Orgien war weit und breit nichts zu bemerken. Die lockere Stimmung lud durchaus zum Flanieren über den Alex ein.

Etwas lauter wurde es dann gegen Abend. Ab ca. 20 Uhr öffnete die große „Apres-Ski-Hütte“ seine Pforten, wo dann zu etwas späteren Stunde die besagte Party-Musik aufgelegt wurde. Sicherlich war die Musik nun lauter, jedoch fragt man, sich wer gegen 23 Uhr noch zum Schlendern und Entspannen zum Alex kommt?! Die an dem Abend zu gegen gewesende Partygemeinde war sehr angenehm und Ausfälle betrunkener Art und Weise tendierten gegen Null.

Wie dem auch sei, hier muss sich jeder Besucher und Interessierte ein eigenes Bild machen. Der nächste Rummel kommt ganz gewiss!

Andreas Barton (mit Bildmaterial von pixelio.de)


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