Werner Lorant als neuer Sportdirektor bei TeBe Berlin vorgestellt

Der Regionalligist Tennis Borussia Berlin hat in dieser Woche bekannt gegeben, dass Werner Lorant die Position des Sportdirektors übernehmen wird. Lorant wird zunächst auf unbefristete Zeit ehrenamtlich versuchen dem Verein weiterzuhelfen und mittelfristig versuchen TeBe Berlin in die 2. Bundesliga zu führen, wie in einem der ersten Interviews deutlich wurde:

„Für mich ist Tennis Borussia ein Traditionsverein, und dem gilt es jetzt zu helfen. Dass dieser Verein in Berlin ist, wertet den Klub zusätzlich auf, denn Berlin ist eine Stadt, die durchaus drei bis vier Zweitligisten oder mehr verdient“, so Werner Lorant.

Dabei geht es ihm nicht darum dem jetzigen Trainer Thomas Herbst unter die Arme zu greifen oder ihn gar abzulösen, sondern dem mit Finanzproblemen belasteten Traditionsverein mit seiner Erfahrung im Profifußball beratend zur Seite zu stehen und so dazu beizutragen den Klassenerhalt in dieser Saison zu sichern.

„Ich bin als Sportdirektor gekommen und nicht, um einen Kollegen zu verdrängen. Schließlich macht Thomas Herbst einen sehr guten Job. Ich komme, um dort zu helfen, wo meine Hilfe am sinnvollsten ist“, sagte Lorant bei seiner Vorstellung.

Werner „Beinhart“ Lorant trainierte zuletzt den slowakischen Erstligisten DAC Dunajská Streda, zuvor Vereine in der Türkei, China und Zypern. Seine größten Erfolge als Trainer feierte er jedoch mit dem TSV 1860 München, den er 1992 übernahm auf anhieb in die 1. Bundesliga führte bis er im Oktober 2001 entlassen wurde. Auch als Spieler feierte der am 21. November 1948 in Welver geborene Lorant große Erfolge mit dem Gewinn des DFB-Pokals und des UEFA-Pokals mit Eintracht Frankfurt Anfang der 80er Jahre.

Der 1902 von 12 Studenten gegründete Verein TeBe Berlin steckt sein längerem in finanzieller Not. Mit der Verpflichtung Lorants geht auch ein Kooperationsvertrag mit einem nicht genannten Vertragspartner einher. Unlängst hat sich eine Faninitiative gegründet „We Save TeBe“, die mit Hilfe von prominenten Botschaftern und ehemaligen Mitspielern versucht Spenden aufzutreiben und auf die finanzieller Schieflage des Vereins aufmerksam machen möchte.

Manuel Seifert



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