Weiterhin Eiszeit im Berliner Fußball

Die vergangene Woche brachte der Hauptstadt das große Tauwetter. Die Eis- und Schneemassen sind nahezu spurlos aus dem Straßenbild verschwunden. Lediglich die Unmengen an Streugut erinnern an die eisigen Temperaturen der letzten Wochen und Monate. Der Winter scheint besiegt, und normalerweise müsste der Fußball wieder ungehindert rollen können. Doch nix da! Bei Berlins Fußballvereinen wollen keine rechten Frühlingsgefühle aufkommen.

© Rike/Pixelio

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Mit nur sechs Punkten aus den 17 Spielen der Hinrunde musste die Hertha auf dem letzten Tabellenplatz der Bundesliga überwintern. Winterdepression war angesagt. Aber die Hertha kam gut aus der Winterpause. Obwohl man immer noch die rote Laterne trägt, konnte der Abstand auf Rang 15, welcher den sicheren Klassenerhalt bedeuten würde, von zehn auf vier Punkte reduzieren. Es ist wieder Land in Sicht. Doch dann kam der 23. Februar. Am vergangenen Dienstag ging die Berliner Hertha in der Zwischenrunde der Europa League sang- und klanglos mit 0:4 bei Benfica Lissabon unter. Die Winterdepression scheint zurückgekehrt.

Am Donnerstag gab nun auch noch der Berliner Fußball-Verband (BFV) bekannt, dass dieses Wochenende alle Amateurspiele auf Berliner Landesebene abgesagt werden. Die Winterpause verlängert sich somit bis einschließlich Donnerstag, den 4. März 2010. Die Spielabsagen betreffen sowohl Erwachsenen-, Jugend- als auch Freizeitligen. Grund für die unfreiwillige Verlängerung der Winterpause ist ein Verbot der Berliner Sportämter, den Schnee von den Kunstrasenplätzen zu räumen. Die Rasenplätze könnten sogar noch länger gesperrt bleiben.

Betroffen von den witterungsbedingten Spielabsagen sind auch die Partien von Türkiyemspor Berlin und Hertha BSC II in der Regionalliga Nord, sieben Spiele der NOFV-Oberliga Nord sowie die für den 3. und 4. März angesetzten Viertelfinalbegegnungen im Berliner Pilsener-Pokal.

Nachdem diese Woche sogar zweistellige Werte erreicht wurden, sind für nächste Woche übrigens wieder Minustemperaturen angesagt. Das Bibbern und Zittern um die Hertha geht also weiter.

Martin Schlereth

(Bildmaterial von: www.pixelio.de)

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