Fisch sucht Fahrrad

© fritzclub.com

© fritzclub.com

Nach Ihrem Umzug von der Kalkscheune findet die legendäre Singleparty „Fisch sucht Fahrrad“ nun seit dem 2. Oktober 2009 freitags 14-tägig im Postbahnhof statt. Am 27.11.2009 war es wieder einmal soweit.
Die eigentlich schon um 21.00 Uhr startende Party ist gegen 23.00 Uhr noch spärlich besucht. Die beiden Dancefloors der Location sind außer weniger tanzender Gestalten relativ kahl. Der anfänglich herrschende Überschuss an Männern, welche die Mindestaltersgrenze für diese Partyreihe von 25 Jahren um einiges überschreiten, wird bald durch eine bunte Mischung der Generationen zu späterer Stunde abgelöst.

Die ebenso bunt gemischten Musikstilrichtungen von Schlager bis Elektro des einen Raumes sind gewöhnungsbedürftig und zwingen zum Pendeln auf den rockig angehauchten 2. Dancefloor. Ob vom Veranstalter so gewollt oder nicht, wirkt sich dies nicht ganz uneffektiv auf die Partnersuche aus, was augenscheinlich auch den, sich in den Durchgängen tummelnden, überwiegend männlichen Besuchern, nicht entgangen ist.

Wem die beiden Bars für die Kontaktaufnahme nicht ausreichen , kann dies durch selbsthaftende Nummern, abzuholen im Eingangsbreich, erleichtern. Man platziert diese an einer gut sichtbaren Stelle und hofft nunmehr auf eine hinterlassene Nachricht vom Angebeteten. Für weniger Schüchterne eignet sich auch das Schaulaufen auf dem roten Teppich im gut beheizten Raucherbereich.

Gegen 4.00 Uhr morgens lichten sich die Reihen, und nun werden auch die vorher schüchtern „Suchenden“, auf Erfolg beharrend, zu wagemutigen Nachtschwärmern, was auch die letzten weiblichen Gäste nach und nach vertreibt.

Alles in allem ist diese Lonely-Hearts-Party durchaus empfehlenswert zum „Kontakten“ oder einfach nur Spaß haben, zum Party feiern in wohliger Atmosphäre mit durchschnittlichen Menschen durchschnittlichen Alters, mit duchschnittlicher Musik, also für jedermann und jederfrau.

Jeanna Schljachow

1 comment

  1. Jens Böhme

    Schönes Thema Jeanna – und interessant es aus der Perspektive des männlichen Pedant zu lesen. Ich denke das Thema ist ein erquickendes Universum für sich und das letzte Wort in diesen Sphären noch nicht gesprochen. Wie ich schon in meiner „Kolumne: Keine Vorstellung von einer Vorstellung auf Hauptstadtstudio“ geschrieben habe, werde ich mit Sicherheit auch noch „meinen Senf“ dazu geben. Es kribbelt mir nur so in den Fingern. Dann natürlich aus der Sichtweise der Herren. Ich freu mich schon auf die Erörterung, zumal ich beide Lokalitäten kenne und die Eindrücke von „Fisch sucht Fahrrad“ letzte Woche wieder einmal selbst in Augenschein nehmen konnte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.