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	<title>Hauptstadtstudio &#187; Marlene Dietrich</title>
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		<title>Die ganze Stadt in einer Show – Made in Berlin im Wintergarten</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 21:12:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Schlereth</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vorhang auf, Bühne frei! &#8220;Made in Berlin&#8221;, so der Titel des aktuellen Varieté-Programms im Berliner Wintergarten. Mit Akrobatik, Tanz und Musik wird das Lebensgefühl auf die Bühne gebracht. &#8220;Berlin ist schräg, faszinierend, facettenreich.&#8221; Grund genug für die Macher von Made in Berlin eine Show auf die Bühne zu bringen, die genau dies widerspiegelt, eine Show [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Vorhang auf, Bühne frei! &#8220;Made in Berlin&#8221;, so der Titel des aktuellen Varieté-Programms im Berliner Wintergarten. Mit Akrobatik, Tanz und Musik wird das Lebensgefühl auf die Bühne gebracht.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-7662"></span>&#8220;Berlin ist schräg, faszinierend, facettenreich.&#8221; Grund genug für die Macher von <strong>Made in Berlin</strong> eine Show auf die Bühne zu bringen, die genau dies widerspiegelt, eine Show &#8220;so lebendig, außergewöhnlich und vielseitig wie die Stadt selbst.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">
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</a>
</p>
<p style="text-align: justify;">Trabbis, Mauerfall, Pfandsammler, Atzen, schwule Techno-Freaks, Straßenfeger-Verkäufer, Straßenfeger von der BSR, Touristen, Kopftuch, Blue-Man-Group, verliebte Grenzpolizisten &#8211; das alles ist Berlin, und all das findet sich in <strong>Made in Berlin</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Atemberaubende Akrobatik und gefühlvolle Momente</strong><br />
Nach kurzem Intro beginnt auch schon das Staunen. Gemeinhin geht man davon aus, dass Schaufensterpuppen zu nicht viel mehr zu gebrauchen sind, als Kleidung in mehr oder minder lebensechten Posen zu präsentieren. Doch dient hier der lebensgroße Kleiderständer als Hilfsmittel für atemberaubende Handstandakrobatik.  Doch nicht nur die artistischen Fähigkeiten sorgen für Begeisterung. Der Akrobat Eike von Stuckenbrok bietet auch etwas fürs Auge. Die Damenwelt ist von seinem Waschbrettbauch äußerst angetan, während die im Publikum versammelte Männlichkeit das dringende Bedürfnis verspührt, endlich mal wieder einige Sit-Ups hinzulegen.</p>
<p style="text-align: justify;">
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</a>
</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Gedanken an den heimischen Fitness-Plan werden aber sogleich wieder vertrieben. Faszinierende Akrobatik und Körperbeherrschung bilden nämlich nur einen Teil der Show. Für Abwechslung sorgen immer wieder ruhige, nahezu philosophische Momente, wie beispielsweise der Tanz im Wirbel weißer Federn, die gleich bauschiger Schneeflocken den Tänzer Dennis Mc Dao umschweben. Geradezu sentimental wird es, wenn der Tänzer mit einer einzelnen Feder spielt und mit gebanntem Blick ihren Bewegungen durch die Luft folgt. Die ruhige klassische musikalische Untermalung weckt wohl nicht ganz ungewollt Assoziationen mit der berühmten Feder-Szene im Film Forrest Gump, ähnelt das Stück doch der Filmmusik. Letztere dürfte den meisten aus der &#8220;Du-bist-Deutschland&#8221;-Kampagne bekannt sein. Doch bevor sich die Zuschauen die ersten Tränen der Rührung aus den Augenwinkeln wischen müssen, betritt seine Partnerin Lea Hinz &#8211; dank Pummel-Kostüm- als vollschlanke Ballerina die Bühne und macht der Rührseeligkeit ein Ende. Dieses Element findet sich immer wieder. Staunen erregende Akrobatik, Tanz und sentimentale Momente lösen sich ab, nur um dann wieder von humoristischen Einlagen unterbrochen zu werden. Die Show driftet dabei jedoch nie in Klamauk ab.</p>
<p style="text-align: justify;">
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</a>
</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das ist die Berliner Luft, Luft, Luft</strong><br />
Die Show begnügt sich nicht alleine mit dem Bühnenboden. Einige Nummern benötigen Platz bis hinauf zur Saaldecke. So dienen von der Decke hängende Tücher, im Fachjargon Strapate genannt, als Schauplatz einer geturnten Romanze zwischen dem Artisten-Duo Kati und Philipp. Eine kleine Reminiszenz an die &#8220;gute, alte Zeit&#8221;, der Cabaréts und  Varietés im Berlin der 1920er und 30er Jahre ist die  Wasserakrobatiknummer von Pablo Caesar. Während er an Seilen baumelnd Kunststücke vorführt, wird unter ihm von zwei bezaubernden Badenixen eine  Wasserballetnummer in einem dafür knapp bemessenen Wassserbecken  dargeboten. Ein &#8211; wenn nicht das &#8211; Highlight des Abends stellt die  Doppel-Pole-Darbietung von Rémi Martin und Eike von Stuckenbrok dar. Die  Stangen hochzuklettern oder als menschliche Fahne in der  Horizontale zu liegen, scheinen geradezu die leichtesten Übungen der  beiden zu sein. Dem Publikum stockt aber endgültig der Atem, wenn sie zwischen den Stangen hin und her oder auch mal übereinander umherspringen als wäre es das reinste Kinderspiel.</p>
<p style="text-align: justify;">
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</a>
</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Eine Stadt und ihre Lieder</strong><br />
Auch wenn sich bei Handstandskrobatik, Fußjonglage, BMX-Tricks und Tanzeinlagen mit Aktenvernichtern der Berlin-Bezug nicht immer gleich erschließen lässt, so bietet unsere Stadt doch den Rahmen für die Show. Besonderen Anteil an der Atmosphäre hat die Musik. Der Soundtrack enthält Berlin-Klassiker und Hits von Marlene Dietrich über Harald Juhnke, Rio Reiser und Ideal bis hin zu Udo Lindenberg, David Bowie, Seeed und Peter Fox vor.</p>
<p style="text-align: justify;">
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</a>
</p>
<p style="text-align: justify;">Für die passende akustische Untermalung zeichnet DJane Vela verantwortlich. Sie beobachtet dabei das Geschehen auf der Bühne von ihrem Balkon aus. Zwischendurch werden auch mal die  Blumen gegossen.  Es könnte sich hier auch um eine Alltagsszene aus dem  Prenzlauer Berg  oder Friedrichshain handeln. Besonders wenn unten auf  der Bühne eine Horde wildgewordener Scheibenputzer nicht einmal  ahnungslose Fahrradkurriere verschonen und ihm, nachdem er die Bezahlung  für die unfreiwillige Reinigung seines Gefährts verweigert, kurzerhand  das Fahrrad klauen. Doch auch diese Szene ist lediglich ein Zwischenspiel auf dem Weg zur nächsten Artistiknummer.</p>
<p style="text-align: justify;">
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</a>
</p>
<p style="text-align: justify;">Mal hangelt jemand an einem kopfüber von der Decke hängenden Fahrrad herum, mal wird ein Einkaufswagen als Turngerät zweckentfremdet. Als nächstes wird mit Plastikfolien ein wahrer Farbenwirbel entfacht. Zwischendurch muss auch mal der Berliner Wappenbär sich gegen den inzwischen weitaus populäreren Knut erwehren &#8211; erfolglos, so viel sei verraten.</p>
<p style="text-align: justify;">
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</a>
</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Künstler aller Länder, vereinigt euch!</strong><br />
<strong>Made in Berlin</strong> ist modernes Vareté par excellence: bunt und aufregend wie die Stadt selbst. Regisseur Markus Pabst gründete 2008 die Kreativschmiede BASE Berlin für Künstler und Regisseure, Choreografen, Filmemacher und Fotografen mit dem Ziel, Künstler aus aller Welt zusammenzuführen und innovative Shows zu kreieren. Dies ist ihm auch gelungen. Bestes Beispiel ist <strong>Made in Berlin</strong>, denn alle Akteuere der Show gehören zu BASE Berlin.</p>
<p style="text-align: justify;">
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</a>
</p>
<p style="text-align: justify;">Wer sich sich selbst davon überzeugen will, kann dies noch<a href="http://www.wintergarten-berlin.de/ticket-print/made-in-berlin.html" target="_blank"> bis zum 25. September immer Mittwochs bis Sonntags im Wintergarten</a> machen. Wer nach einem Besuch bei <strong>Made in Berlin</strong> auf den Geschmack gekommen ist, dem sei auch die Nachfolgeshow ans Herz gelegt. Ab dem 27. September wird es richtig bunt und schräg bei &#8220;<a href="http://www.wintergarten-berlin.de/programm/kommende-shows/the-tiger-lillies-freakshow.html" target="_blank">The Tiger Lillies FREAKSHOW</a>&#8220;.</p>
<p style="text-align: justify;">Mehr Bilder gibt es in unserer <a href="http://hauptstadtstudio.com/galerie/?album=2&amp;gallery=19" target="_self">Galerie</a>!</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Martin Schlereth</em></p>
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		<title>Walk of Fame am Potsdamer Platz</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 07:37:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Schlereth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lifestyle & Szene]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer braucht schon Hollywood? Auch in den bereits 1911 gegründeten Potsdamer Filmstudios Babelsberg vor den Toren Berlins wurde Filmgeschichte geschrieben. Die Stadt Berlin möchte nun seiner Bedeutung als Filmstandort von Weltruf zusätzlichen Ausdruck verleihen und richtet ganz nach dem amerikanischen Vorbild einen Walk of Fame ein. Wie in L.A. werden nun auch in Berlin Größen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wer braucht schon Hollywood? Auch in den bereits 1911 gegründeten Potsdamer Filmstudios Babelsberg vor den Toren Berlins wurde Filmgeschichte geschrieben. Die Stadt Berlin möchte nun seiner Bedeutung als Filmstandort von Weltruf zusätzlichen Ausdruck verleihen und richtet ganz nach dem amerikanischen Vorbild einen <strong><span style="color: #3366ff;">Walk of Fame</span></strong> ein. <span id="more-3145"></span></p>
<div id="attachment_3226" class="wp-caption alignleft" style="width: 283px"><a href="http://hauptstadtstudio.com/wp-content/uploads/2010/02/graft.jpg"><img class="size-full wp-image-3226" title="graft" src="http://hauptstadtstudio.com/wp-content/uploads/2010/02/graft.jpg" alt="" width="273" height="182" /></a><p class="wp-caption-text">© Graft</p></div>
<p style="text-align: justify;">Wie in L.A. werden nun auch in Berlin Größen der Filmbranche mit einem im Boden eingelassenen Stern geehrt. Dies erscheint zunächst nicht sehr originell, sollte aber doch mehr als eine bloße Kopie sein. Die Leiterin des Projekts <strong><span style="color: #3366ff;">Georgia Tornow</span></strong> bezeichnete es bei FOCUS Online als &#8220;wachsendes Denkmal des deutschsprachigen Film und Fernsehens&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify;">Der <a href="http://www.boulevard-der-stars-berlin.de" target="_blank">Boulevard der Stars</a> &#8211; so der Name des Berliner Walk of Fames &#8211; sollte mehr bieten als nur die Möglichkeit, sich vor den Sternen kniend fotografieren zu lassen. Vielmehr kann man sich hier gemeinsam mit den Stars ablichten lassen &#8211; selbst wenn die Berühmtheiten bereits seit Jahren verstorben sind. Möglich macht dies  das Prinzip des so genannten Pepper&#8217;s Ghost Effect, eine Technik aus dem 19. Jahrhundert. Beim Blick durch eine  fest installierte Spezialkamera wird dem Betrachter mittels Spiegeln und Dias suggeriert, dass die Berühmtkeit über dem Stern schwebt. Zudem ist in den Mesingstern ein Autogramm des Star eingraviert, welches den geneigten Fan zum Abpausen einladen soll. Man darf gespannt sein, ob in Zukunft ganze Scharen von Besuchern am Potsdamer Platz mit Bleistift und Papier bewaffnet den Boden rubbeln.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Die Dietrich als Vorreiterin</h3>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_3228" class="wp-caption alignleft" style="width: 283px"><a href="http://hauptstadtstudio.com/wp-content/uploads/2010/02/blaue_engel.jpg"><img class="size-medium wp-image-3228" title="blaue_engel" src="http://hauptstadtstudio.com/wp-content/uploads/2010/02/blaue_engel-300x235.jpg" alt="" width="273" height="215" /></a><p class="wp-caption-text">© murnau-stiftung.de</p></div>
<p style="text-align: justify;">Einen Tag nach der Eröffnung der 60. Berlinale wird heute der erste Stern auf dem Boulevard der Stars eingeweiht. Dieser gebührt einer ganz besonderen Person: dem blauen Engel, <strong><span style="color: #3366ff;">Marlene Dietrich</span></strong>. Die Dietrich wir allerdings zunächst nur für zwei Wochen vor dem Filmmuseum zu sehen sein. Danach wird der Platz neu gestaltet und erhält einen permanenten roten Teppich aus Asphalt. Die offizielle Eröffnung des Denkmals wird dann mit zunächst 40 Sternen im September erfolgen. Die Auswahl der zu ehrenden Stars trifft eine Jury bestehend aus illustren Vertretern der Stiftung Deutsche Kinemathek, der Deutschen Filmakademie, des Adolf Grimme Instituts, des Förderkreises des Museums für Film und Fernsehen und nicht zuletzt der Berlinale. In Zukunft sollten jährlich sieben bis zehn Sterne hinzukommen. Neben Schauspielern werden auch Regisseure oder Kameraleute auf dem Boulevard verewigt. Projektleiterin Tornow sieht es dabei als wichtiges Ziel an, &#8220;Stars aus allen Epochen der deutschen Bewegtbildgeschichte&#8221; zu würdigen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Martin Schlereth</em></p>
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		</item>
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		<title>Berlins Roter Flughafen</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 16:54:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Schlereth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer Berlin auf dem Luftweg bereist, hat derzeit  noch die Wahl zwischen zwei Zielpunkten. Nach der Schließung des Stadtflughafens Tempelhof im Jahr 2008 verteilen sich die Fluggäste derzeit noch auf die Fluhäfen Tegel und Schönefeld. Ab 2011 werden schließlich alle über den Flughafen Schönefeld, oder Berlin Brandenburg International (BBI) wie der offizielle Planungsname lautete, einschweben.  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Wer Berlin auf dem Luftweg bereist, hat derzeit  noch die Wahl zwischen zwei Zielpunkten. Nach der Schließung des Stadtflughafens Tempelhof im Jahr 2008 verteilen sich die Fluggäste derzeit noch auf die <strong><span style="color: #99ccff;">Fluhäfen Tegel und Schönefeld</span></strong>. Ab 2011 werden schließlich alle über den Flughafen Schönefeld, oder Berlin Brandenburg International (BBI) wie der offizielle Planungsname lautete, einschweben.  <span id="more-1195"></span></p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 384px"><img src="http://www.tagesspiegel.de/storage/pic/nomc/aufmacher/314126_3_091211schoenefeld_hp_ddp.jpg" alt="" width="374" height="131" /><p class="wp-caption-text">© ddp</p></div>
<p style="text-align: justify;">Der Ortsname Schönefeld und die dröge technokratische Bezeichnung BBI scheinen dann den Anforderungen an einen ordentlichen Airport von internationalem Rang und Namen nicht mehr zu genügen. Die Flughäfen anderer Metropolen tragen schließlich häufig die Namen von Berühmtheiten, und besonders von Staatsmännern: <strong><span style="color: #99ccff;">JFK</span></strong> in New York, <span style="color: #99ccff;"><strong>Charles de Gaulle</strong></span> in Paris oder <strong><span style="color: #99ccff;">Leonardo da Vinci</span></strong> in Rom. Auch in Deutschland hat in den 1990er Jahren dieser Trend Einzug gehalten. Davon zeugen der <span style="color: #99ccff;"><strong>Flughafen Köln/Bonn – Konrad Adenauer</strong></span> sowie der <strong><span style="color: #99ccff;">Flughafen München Franz Josef Strauß</span></strong>.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Marlene Dietrich vs. Willy Brandt</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Bereits 2007 begann die Namenssuche. Besonders die großen politischen Parteien sahen ich dazu aufgefordert, mit ihren Vorschlägen aufzuwarten. Ginge es nach der CDU, sollte der neue Hauptstadtairport nach Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Albert Einstein oder Marlene Dietrich benannt werden. Auch der Titel <strong><span style="color: #99ccff;">Flughafen der Deutschen Einheit</span></strong> stand zu Debatte. Die FDP favorisierte den früheren Reichskanzler Gustav Stresemann als Namenspatron. Die Grünen wollten ihrer Natur entsprechend sogar den offiziellen Namen des Flughafens Tegel, Otto Liliental, recyceln. Das Rennen machte allerdings der Vorschlag der SPD.  So wird der neue Berlin-Brandenburgische Großflughafen nach dem ehemaligen Bundeskanzler und langjährigen SPD-Vorsitzenden <strong><span style="color: #99ccff;">Willy Brandt</span></strong> benannt. Auch ein regionaler Bezug ist durchaus gegeben. Bevor er 1969 zum Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt wurde, war Brandt von 1957 bis 1966 Regierender Bürgermeister von Berlin. Zudem stand Brandt stets für die Aussöhnung von Ost und West. So hat Berlin bald neben dem Roten Rathaus auch noch einen Roten Flughafen.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl class="wp-caption alignleft">
<dt class="wp-caption-dt"><img src="http://einestages.spiegel.de/hund-images/2008/05/27/61/d62798b1bbd8955028f81d4969ac20cb_image_document_large_featured_borderless.jpg" alt="" width="320" height="266" /></dt>
<dd class="wp-caption-dd">© Josef Heinrich Darchinger / Taschen Verlag</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Beim politischen Gegner hält sich die Begeisterung für den sozialdemokratischen &#8220;<a href="http://www.flughafen-willy-brandt.de/" target="_blank">Flughafen Willy Brandt International</a>&#8221; hingegen in Grenzen.   Bereits Adenauer und Strauß hatten seinerzeit Probleme mit dem Namen Willy Brandt und proklamierten gerne und oft, dass Brandts Geburtsname eigentlich <strong><span style="color: #99ccff;">Herbert Frahm</span></strong> lautete. Sie versuchten ihn mit der Tatsache zu diffamieren, dass  er immer noch unter dem Decknamen Willy Brandt auftrat, welchen er sich im norwegischen Exil während der Zeit der NS-Diktatur zugelegt hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">Jedoch scheint inzwischen auch das konservative Lager seinen Frieden mit dem Namen Willy Brandt geschlossen zu haben. Zumindest kamen noch keine Vorschläge, den Flughafen doch lieber <strong><span style="color: #99ccff;">Herbert Frahm Airport</span></strong> zu benennen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Martin Schlereth</em></p>
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