Kurztrip nach Hoppegarten

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Am Samstag, den 27. Februar 2010 um 11:52 Uhr machte sich das hauptstadtstudio am S-Bahnhof Alexanderplatz auf zum dritten JWD-Trip, dieses Mal mit dem Ziel Hoppegarten. Die Gemeinde Hoppegarten im Landkreis Märkisch-Oderland ist in der jetztigen Form noch recht jung. Im Zuge einer Gemeindegebietsreform wurden die Gemeinden Dahlwitz-Hoppegarten, Hönow und Münchehofe 2003 zur Gesamtgemeinde Hoppegarten vereinigt.

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Hoope, Hoppe, Reiter, wenn er fällt dann schreit er….” Eine Assoziation mit diesem Kinderreim sei beim Namen der Reitsportgemeinde Hoppegarten erlaubt und liegt eigentlich ja auch nahe. Der Name hat aber keineswegs etwas mit diesem Vers zu tun, sondern bezieht sich auf das Wort Hopfen, da diese Gegend früher ein Hopfenanbaugebiet war. Der Bezug zum “Hopfengarten” wird auch im Gemeindewappen durch eine Hopfendolde hergestellt. Des Weiteren nimmt das Wappen – natürlich – auch Bezug zum Pferdesport, dargestellt durch ein Hufeisen. Der dritte Bestandteil des Wappens erscheint hingegen kurios und kaum erklärbar. Es handelt sich um eine Schildkröte. Diese ist das Wappentier Hönows, des größten Ortsteils der Gesamtgemeinde Hoppegarten. Unsere Exkursion beschränkte sich jedoch auf den Ortsteil Dahlwitz-Hoppegarten. Da sich hier die berühmte Galopprennbahn befindet, stand unser Besuch natürlich ganz unter dem Motto “Pferde”.

Historischer und moderner Bahnhof

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Nach 32 Minuten Fahrzeit erreichen wir den neuen, 2008 eröffneten S-Bahnhof Hoppegarten. Bahnhof scheint eigentlich die falsche Bezeichnung zu sein, da es sich in erster Linie um eine Fußgängerbrücke über die Gleise handelt, von dessen barrierefreiher Bauweise wir uns höchspersönlich ein Bild machen konnten.

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Neben dem modernen S-Bahnhof steht das stark verwitterte Empfangsgebäude des alten Kaiserbahnhofs aus dem 19. Jahrhundert und wartet in seinem bemitleidenswerten Zustand sehnlichst auf einen neuen Verwendungszweck. Dieses Bauwerk begrüßt nun die zahlreichen Pferdesportfans die sich auf den Weg zur Galopprennbahn machen, oder wie in diesem Fall uns. So machten wir uns auf die Suche nach der berühmten Pferderennbahn. Zahlreiche Schilder lassen den Besucher niemals vergessen, dass man sich in einer “Pferdesportgemeinde” befindet.

Die Galopprennbahn

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Vor dem Eingang der Rennbahn befindet sich der Erich-Klausener-Platz. Auf mehreren Tafeln wird an die Geschichte des katholischen Politikers und Widerstandskämpfers Dr. Erich Klausener erinnert. Bereits Ende der 1920er-Jahre versuchte Klausener dem Treiben der Nazis Einhalt zu gebieten, doch bewies die Geschichte hier ihren fatalen Sinn für bitterböse und tragische Ironie. Auf Betreiben Klauseners sollte ausgerechnet Hitler als “unerwünschter Ausländer” aus Deutschland ausgewiesen werden. Im Juni 1934 hielt Klausener schließlich auf der Rennbahn Hoppegarten im Rahmen des 32. Märkischen Katholikentags vor 60.000 Teilnehmern eine Rede gegen die Rassenpolitik der Nationalsozialisten. Wenige Tage später wurde er von der SS ermordet.

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Von der Galopprennbahn selbst konnten wir nur einige spärlich Blicke von außen erhaschen. Da die Galopp-Saison erst wieder am Ostersonntag, den 04.04.2010 eröffnet wird, präsentierte sich das Rennbahngelände sehr unscheinbar, ja unspektakulär. So lassen wir die das Sportgelände recht bald wieder hinter uns und wenden uns einem kleinen Rundgang durch Dahlwitz-Hoppegarten zu.

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Um 13:08 Uhr war es schließlich doch noch so weit: wir sehen Pferde! An und für sich nichts Spektakuläres, würden wir uns nicht in Hoppegarten befinden, wo man nun eben für den Reitsport bekannt ist.

Abschließender Spaziergang

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Ein kleiner Spaziergang durch Hoppegarten führte uns schließlich noch zur Kirche St. Georg. Der kleine aber feine rote Backsteinbau ist für Besitzer eine Navigationsgerätes nur mit äußerster Mühe zu übersehen – die Adresse lautet schließlich: An der Katholischen Kirche 2. Das Leben kann so einfach sein.

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Nachdem wir auf unserer tierischen Expedition außer Pferden auch Ziegen über den Weg gelaufen sind, ging es am frühen Nachmittag wieder zurück nach Berlin. Eine Schildkröte haben wir leider nicht getroffen; aber wir waren ja auch nicht in Hönow.

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Für das hauptstadtstudio waren vor Ort:
Martin Schlereth & Bernard Bruck

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