Berlin in der Hauptrolle | Ein Film über David Bowie und Iggy Pop und ihrer „Lust For Life“

Berlin kommt ins Kino, oder genauer nur ein Stadtteil und die dazugehörige legendäre Ära mit ihren unvergessenen Protagonisten. Die Verfilmung zweier Künstlerleben, die zusammen in ihrer Wohnung in Schöneberg ihr kreatives Dasein frönten und ihre Lust am Leben wiederentdeckten.

David Bowie

David Bowie © EMI Music

Iggy Pop und David Bowie, zwei großartige Musiker und Freunde, lebten in den 70ern zusammen in der Schöneberger Hauptstraße 155 in einer WG. Lange bevor die Gegend zu dem angesagten Kiez wurde, den er noch heute darstellt, schuf Bowie hier großartige Musik wie „Heroes“, oder „Lodger“. Iggy Pop schrieb und produzierte derweil seine legendären Alben „The Idiot“ und „Lust For Life“, nachdem der Film auch benannt werden soll. Im Vordergrund stehen jedoch nicht allein die beiden Musiker und ihr Leben mit der Gitarre, sondern das Lebensgefühl rund um Schöneberg, dem Bahnhof Zoo und Nollendorfplatz. West – Berlin, damals von der Berliner Mauer umschlossen, war zu der Zeit (und ist es noch heute) ein kreatives und pulsierendes Mekka für Künstler, Musiker, politisch Orientierten oder Orientierungslosen und all denen die noch nicht gefunden hatten, wonach sie suchten. Bowie und Pop verlebten Zigaretten- und alkoholdurchtränkte Nächte in den angesagten Bars und Clubs der geteilten Stadt und entdeckten hier ihre Lust am Leben wieder.

Die Berliner Produktionsfirma Egoli Tossel hat es sich in Zusammenarbeit mit ihrem britischen Partner Altered Image zur Aufgabe gemacht Lust For Life zu produzieren und die „Gier nach Leben“, welche Bowie und Pop in den 70ern überhaupt erst nach Berlin zog, auf Leinwand zu bringen. Das Drehbuch wurde von Robin French, einem jungen britischen Autor und bekennenden Bowie-Anhänger, geschrieben. Dabei halfen ihm die biografischen Werke „Starman: David Bowie“ und „Open Up and Bleed: Iggy Pop“ von Paul Trynka auf denen der Film zu großen teilen basieren soll. Drehstart soll noch Ende des Jahres sein. Viele bekannte Schauplätze wird es sicher noch geben, um den Film möglichst realistisch erscheinen lassen zu können. Doch etwas fehlt – die Berliner Mauer.

(Bildmaterial von EMI Music)