Eisbär Knut tot in Berliner Zoo aufgefunden

Er wurde nur vier Jahre alt. Der Star unter den deutschen Zootieren, Eisbär Knut, wurde am Samstag tot in seinem Gehege aufgefunden. Nach einem Schwächeanfall trieb er an der Wasseroberfläche herum.

© Webwebwebber / pixelio.de

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Unmittelbar nach seiner Geburt wuchs Knut, der Berliner Eisbär, zu einem Star heran. Über die Landesgrenzen hinaus verzauberte der junge Eisbär die Menschen. Der Berliner Zoo verzeichnete Rekordbesucherzahlen. Über Monate gab es nur ein Thema: den niedlich verspielten Eisbären Knut mit seinem Pfleger Thomas Dörflein.

Am Samstag aber fanden Mitarbeiter den mittlerweile 4 Jahre alten Eisbären tot in seinem Gehege auf, wo er sich zum Zeitpunkt des vermuteten Schwächeanfalls allein befand.  Die genaue Todesursache soll nun eine Obduktion klären.

Zuletzt machte Knut mit seinem gestörten Sozialverhalten unter den Eisbären auf sich aufmerksam. Versuche einer Paarung scheiterten an der Motivationslosigkeit des Eisbär-Stars.

Tierschutzorganisationen wie etwa PETA oder Greenpeace bezeichneten den mittlerweile aus dem Fokus der Öffentlichkeit geratenen Bären gar als „schwer verhaltensgestört“.

Bernard Bruck (mit Bildmaterial von pixelio.de)

13 comments

  1. Gunnar

    Das ist sehr,sehr traurig! Die Besten gehen immer zuerst! Nun sind sein Pfleger Dörflein und Eisbär Knut zusammen und tollen wieder herum!
    Nur für die zurückbleibenden ist es immer schwer!
    Wir trauern um Eisbär Knut, der viel zu früh ging!

  2. Beatrix

    Ich kann mir vorstellen, dass der frühe Tod von Knut mit dem Rummel um ihn herum zu tun hat. Im Internet kursieren wirklich verstörende Bilder von Knut… Nachdem er nicht mehr im Teddyformat war, ist das Interesse an ihm verloren gegangen… das ist das wirklich traurige an dieser Sache!

  3. Vivi

    Armer Knut, er war sooo süss und ich bin total traurig.Wahrscheinlich ist der Arme vereinsamt und vor lauter Kummer gestorben. Nun ist er bestimmt im Himmel und wieder glücklich vereint mit seinem Pfleger Thomas – dieser gute Mensch ist leider auch viel zu früh von dieser Erde gegangen. Armer süsser Knut, er hat uns soo viel Freude bereitet…..

  4. berlinerin

    Ich denke der Knut war als Baby ein Star von allen geliebt, brachte er eine Menge Geld in die Kassen.
    Als Thomas Dörflein starb ging ein großer Teil von Knut mit ihm, Knut kam mit seinen 3 Damen in ein Gehege die drei mobbten ihn wo es nur ging. Zuletzt zeigte Knut immer mehr Verhaltensauffälligkeiten….

    Armer Knut man kann nur hoffen das er jetzt im Himmel bei Thomas Dörflein ist

  5. Manfred Bebel

    Zu schade was man aus diesem Tier gemacht hat. Was geschieht denn nun mit den abertausend T-Shirts, Teddys und Tassen?

  6. Sternchen

    Die Haltungsbedingungen von Knut waren katastrophal, er stand unter Dauerstress, da er sich mit den Eisbärinnen dort nicht verstand. 2 Stunden am Tag hat man ihm Ruhe gegönnt und ihn allein im Gehege gelassen, ansonsten wurde er gemobbt und hielt sich oft irgendwo in einer Ecke auf.
    Geld hat man gern mit Knut gemacht, aber sein Wohl war dem Zoo letztendlich scheinbar egal. Man hätte ihn längst in ein besseres Zuhause geben sollen, ein eigenes Gehege. Die Trennung von Gianna war auch falsch.
    Leider war kein Thomas Dörflein mehr da, der sich für die Rechte seines Schützlings und die Fürsorgepflicht eines Zoodirektors hätte einsetzen können!

  7. maro

    Auch tiere haben gefühle und eine gefühlswelt. So hat Knut viel liebe und aufmerksamkeit in seiner jugend empfangen und das ist prägend und er ist prächtig gediehen. Der verlust des pflegers war ein schlag. dann mochte er die eisbärin Gianna, aber auch diese wurde ihm weggenommen und schlussendlich musst er mit 3 eisbärinnen das gehege teilen und da konnte er sich nicht behaupten. Ein tier kann auch, wie menschen, aus seelischer not sterben, d.h. dies hat auch einen sehr negativen einfluss auf sein körperliches wohlbefinden. Dass ihm die partnerin Gianna weggenommen wurde und dass er mit andern eisbären im gehege war die er nicht mochte, waren schlimme fehlerhafte entscheidungen die ein hartzerziger mensch im zoo getroffen hat, der selber tiere isst, und dem es an einfühlungsvermögen fehlt. Seine entscheidungen in sachen Knut traf er „wissenschaftlich“ korrekt denkt er, denn er hat ja das verhalten der tiere studiert und fühlt sich kompetenter als andere, aber es fehlte das herz und einfühlungsvermögen. Diese fehlentscheide führten zum tode, aber in einigen tagen wird mann eine körperliche ursache für seinen tod gefunden haben (herzversagen, etc. etc.), der presse bekanntgeben, und sich von aller schuld reinwaschen! Aber alle echten tierfreunde, die auch keine tiere töten und verspeisen, werden erahnen was der wirkliche grund des todes ist, da bin ich überzeugt.

  8. Irene

    Ich habe gerade ein Youtube Video gesehen, das seinen Todeskampf zeigt. Er ist einen grausamen Tod gestorben. Mich hat selben oder noch nie etwas derart mitgenommen!

    Ich hatte im TV die Filme gesehen, als er noch klein war, mit seinem Pfleger… Später war er ja fast nicht mehr im TV zu sehen… Auf Youtube gibt’s schöne Videos.

    Spontan kam mir auch der Gedanke, dass ihm sein Pfleger wohl immer noch fehlt. Dessen plötzlicher Tod war sicherlich die erste totale seelische Katastrophe.
    Ich erinnere mich, im TV die Trennungsphase miterlebt zu haben.
    Mir ging das doch schon extremer an die Nieren.
    Er war, glaube ich, dann erst mal lange allein, schrie erbärmlich nach seinem Pfleger, hatte wohl auch mal ein zu kleines Gehege.
    Ich war mir sicher, dass er wohl auch bald sichtbare schwere Verhaltensstörungen – hin- und herwerfen des Kopfes mit Vorderbeinen (wie bei Pferden, Elefanten…) auftreten würden…
    Aber wie gesagt, ich habe das nicht mehr weiter verfolgt…

    Auf Youtube sah ich nun Videos, wo er mit Gianna spielt. Er erscheint völlig glücklich, gelöst – es ist paradiesisch anzusehen…
    Ich weiß nicht, wie lange man die zusammen gelassen hat. Verwandtschaft scheint der Grund für e. Trennung gewesen zu sein… Dabei waren sie wohl gar nicht so dicht verwandt und hätten gefahrlos Nachwuchs zeugen können…

    Zuletzt hörte ich, dass er mit 3 alten Bärenweibchen – u.a. der Mutter – zusammen war. Die hatte ich doch – soweit ich mich erinnere – nicht angenommen…
    Diese 3 Weibchen scheinen ihn nicht akzeptiert u. ausgegrenzt zu haben… Leider – oder glücklicherweise – habe ich kein Video gesehen u. kann das gar nicht beurteilen…
    Sollte das jedoch so gewesen sein – und da sollte man nichts Beschönigen – ist das seelisch für Knut natürlich die Hölle gewesen!
    Wenn dieses Ungleichgewicht – 3 Weibchen und Knut alleine – über mehrere Monate bestanden haben sollte und diese Knut wirklich nicht akzeptiert haben sollten, dann ist das unglaublich grausam!!!

    Wenn man sich Knut’s Werdegang vor Augen hält:
    Für Knut unerklärliches Verschwinden seiner einzigen Bezugsperson: Thomas Dörfler – dann findet er allem äusseren Anschein nach seine große Liebe und diese wird ihm auch einfach so von heute auf morgen genommen – als Ersatz 3 zwanzigjährige Weibchen, die ihn auf das entschiedenste Abweisen…

    „Liebe“ Verantwortliche des Berliner Zoo’s:
    Kommt Ihnen nicht doch der Gedanke, Sie könnten zu weit gegangen sein?

    Das Leben in der Wildnis ist sicherlich hart und manche Eisbären ereilt ein grausames Schicksal – ist es nicht eigentlich Ziel eines Zoo’s, einem Eisbären solche oder anders geartete Grausamkeiten zu ersparen?

    Konnte man denn nirgends auf dieser Erde einen gleichaltrigen Spielgefährten für Knut finden???

    Konnte man ihm wirklich nicht seine große Liebe Gianna belassen?

    Also ich – ich krieg’s Kotzen… ich muss kotzen…

  9. Norbert Kochhan

    Nach dieser ganzen Knuterie, seit seiner Geburt soll man ihm wenigstens den Tod gönnen. Dass der Berliner Zoodirektor ihn nun auch noch ausstopfen will, ist an Respektlosigkeit einem Tier gegenüber nicht mehr zu überbieten (bezieht sich übrigens auch auf Bruno, den man ja abknallte und anschließend „liebevoll“ in einen Plüschteddy umwandelte).
    Und was will der Berlin Zoo mit so einem Exponat? Natürlich weiterhin Geld scheffeln, denn nun strömen die Leute dort hin, um den toten Knut sehen zu wollen. Das Geschäft mit ihm würde weitergehen….
    Abartig!

    Man sollte Zoos mit Wildtierhaltung verbieten!

  10. Sandra Heinen

    Machs gut, Knut! Hoffentlich hast du es besser dort, wo du jetzt bist. Mit Sicherheit. Denn jetzt bist du wieder mit deinem Ziehvater Dörflein vereint, den du so lieb hattest und der dir nach seinem Tod so unendlich gefehlt hat. Auch deine Eisbärenpartnerin Gianna, mit der du nach anfänglichen Streitereien ein Herz und eine Seele warst, hat man dir wieder weggenommen. Dabei schienst du mir ihr wieder richtig glücklich zu sein. Stattdessen wurdest du mit drei aggressiven Weibchen zusammengetan, die dich ziemlich böse attackierten. War das in Ordnung? Hätte man da nicht eine andere Lösung finden müssen?

    Knut sollte mit seinen eigenen Tanten Nachwuchs zeugen? Ist das richtig? Wie hätte der Berliner Zoo verhindern wollen, dass er mit seiner eigenen Mutter Tosca Nachwuchs zeugt und es somit zu Inzucht gekommen wäre? War Knut es nicht wert, für ihn ein junges, passendes Weibchen zu finden? Zum Geldmachen war er anscheinend gut genug, aber auf seine Bedürfnise wurde nicht eingegangen.

    Ja, ja. Bären-Kurator Heiner Klös sagt natürlich, dass die Leute keine Ahnung haben und es Knut im Berliner Zoo gut gegangen ist. Aber permanent unter Stress zu stehen ist bestimmt nicht gut für Knut gewesen. Zudem ist es mehr als peinlich, in einem Kommentar zu sagen, Knut sei ganz normal ins Wasser gegangen, habe dann einmal kurz aufgezuckt, sich dann gedreht und ist dann von uns gegangen. Dies sagt Heiner Klös in einem Video auf Bild.de. Also meines Erachtens ist das ein wenig anders abgelaufen. Wie er in einem anderen Video auf den Vergleich mit der Einsamkeit und den alten Menschen kommt, erschließt sich mir auch nicht.

    Die Austopfaktion, wohl eine Idee des Zoodirektors, zeigt, wie wenig an die Würde von Knut gedacht wird. Lieber noch weiter Geld mit ihm verdienen, in dem man ihn irgend wo zur Schau stellt. Das ist echt mehr als geschmacklos.

    Knut soll in den Herzen der Menschen in Erinnerung bleiben und nicht als „Plüschteddy“ in irgend einem Museum. Ein schönes Denkmal, das an ihn erinnert, aber doch nicht Ausstopfen. Ich hoffe, dass die hierfür Verantwortlichen zur Vernunft kommen!!!!!

    Lasst Knut in Würde ruhen! Bitte!

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