Sale vs. Abwrackprämie
Mittwoch, 16. Dezember 2009 | Von Bernard Bruck | Eingeordnet unter: Panorama
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Zum nervigsten und überflüssigsten Wort des Jahres 2009 wurde vom Verein Deutsche Sprache (VDS) das Wort “Sale” gekührt. “Abwrackprämie” unterdessen, wurde von den zahlreichen Wahlteilnehmern zum nützlichsten Wort des sich verabschiedenden Jahres gewählt.
Der Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) hat seine über 31.000 Mitglieder im In- und Ausland dazu aufgerufen, das nervigste und überflüssigste Wort des Jahres aus der deutschen Alltagssprache zu wählen. Die meisten Befragten fanden das Wort „Sale“, was derzeit in nahezu allen Schaufenstern zu lesen ist, am Nervigsten.
„Immer wenn ich nach Deutschland komme, wundere ich mich dort über die vielen überflüssigen englischsprachigen Wörter. Warum benutzen die Deutschen nicht ihre eigene Sprache, in der man alles ausdrücken kann? Die Verwendung von Anglizismen ist kein Zeichen für Internationalität und hohe Bildung, sondern genau das Gegenteil: Nur provinzielle, ungebildete Deutsche verwenden häufig Fremdwörter, weil sie die internationale Bedeutung ihrer eigenen Sprache nicht kennen und einen kleinen deutschen Wortschatz haben. Das Wort ‚Sale‘ soll für Ausverkauf oder Sonderangebot stehen. Warum sagt man es nicht in der Sprache der Kunden? Das nervende Wort ist besonders früh beim Warenhaus KAUFHOF aufgetaucht.“, so Charles Antoine Djokouéhi, Präsident des Deutschlehrerverbandes und VDS-Regionalleiter in der Elfenbeinküste.
Neben dem nervigsten Wort wurden die Teilnehmenden auch über das Wort befragt, was ihnen 2009 am nützlichsten erschien. Hier wurde der Begriff „Abwrackprämie“ besonders oft genannt. Viele nannten dieses neue Wort, weil es einen komplizierten Sachverhalt kurz und prägnant im Deutschen ausdrückt.
Der 1997 gegründete VDS ist die weltweit größte Sprach-Bürgerbewegung mit über 31.000 Mitgliedern auf allen Kontinenten. Ihm gehören u.a. Prominente wie Hape Kerkeling, Dieter Hallervorden, Reinhard Mey, Nina Ruge, Gunter Sachs oder Jürgen von der Lippe an.








Genau. Der Herr Regionalleiter vom VDS hat Recht. Gut, er tritt mit seinem Statement jetzt wahrscheinlich vielen Leuten auf die Füße. Aber who cares? Ich gebe ihm ein positives Feedback. Was soll der ganze Shit mit den Anglizismen. Das soll jetzt nicht falsch verstanden werden. Mit Englisch kommt überall weiter. Aber ich denke, die deutsche Sprache ist vom Wortschatz groß genug, um ein perfektes Wording für die Umschreibung von Tatsachen auch ohne englische Fremdwörter zu kreieren. Das Problem ist halt nur, dass viele eine falsche Attitude zur eigenen deutschen Muttersprache haben. Vielleicht haben die in ihrer Kindheit zu wenig deutsche Lyrics gelesen oder gebrainstormt. Es ist natürlich auch einfacher zu sagen: ” Ey, deine Performance war echt schlecht!” Klar, versteht ja auch jeder. Nur was denkt dieser Mensch, wenn eine ältere Dame den “Coffee to go” für ein Markenprodukt aus Afrika hält? Na ja, wie dem auch sei. Herr Djokouechi steht mit seiner Aussage nicht alleine da. Ich back ihn up und werden diesen Artikel mit fünf Sternen raten.